Über 80 Teilnehmende aus Wissenschaft, Praxis, Beratung, Industrie und Studierendenschaft kamen am 06. und 07. Mai 2026 an der Fakultät für Agrarwissenschaften zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Kartoffelbau zu diskutieren, so die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft (UNIKA) e.V. Neben Fachvorträgen standen dabei insbesondere der persönliche Austausch und die direkte Vernetzung innerhalb der Branche im Mittelpunkt. „Gerade die Kombination aus wissenschaftlichen Beiträgen, Praxisvorträgen und persönlichen Gesprächen macht das Format besonders wertvoll“, erklärt Marcel Naumann, Organisator des Blockseminars. „Viele Diskussionen gingen weit über die eigentlichen Vorträge hinaus.“
Aktuelle Herausforderungen im Kartoffelbau im Fokus
Das fachliche Programm spiegelte die große thematische Breite des Kartoffelbaus wider. Besonders intensiv diskutiert wurde der Vortrag von Dr. Sabine Andert vom Julius Kühn-Institut zur Schilf-Glasflügelzikade und ihrer Bedeutung als Krankheitsvektor im Kartoffelbau. Das Thema beschäftigt aktuell zahlreiche Betriebe und sorgte entsprechend für viele Nachfragen und Diskussionen. Weitere Beiträge befassten sich unter anderem mit Produktionstechnik bei Kartoffeln, internationalen Kartoffelmärkten, Qualitätsanforderungen für Verarbeitungskartoffeln sowie aktuellen Fragestellungen aus dem Versuchswesen. Ergänzt wurde das Programm durch die Vorstellung zweier kürzlich an der Universität Göttingen abgeschlossener Masterarbeiten, die praxisnahe Fragestellungen aus dem Kartoffelbau aufgriffen.
Studierendenbörse schafft direkten Austausch mit Unternehmen
Erstmals wurde im Rahmen des Blockseminars eine kleine Studierendenbörse integriert. Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen der Kartoffelwirtschaft nutzten die Möglichkeit, ihre Tätigkeitsfelder vorzustellen und direkt mit Studierenden ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden zahlreiche Informationen zu Praktika, Berufseinstieg und aktuellen Herausforderungen innerhalb der Branche vermittelt.
Neben den Fachthemen wurde insbesondere die offene Atmosphäre der Veranstaltung von vielen Teilnehmenden positiv hervorgehoben. Sowohl während der Vorträge als auch im Rahmen der Abendveranstaltung ergaben sich intensive Gespräche zwischen Studierenden, Praxisvertretern, Unternehmen und Wissenschaftlern.
Unterstützt wurde das Blockseminar durch zahlreiche Praxispartner sowie die UNIKA e.V. Nach den positiven Rückmeldungen bestehe großes Interesse daran, den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Unternehmen auch künftig weiter auszubauen.