Den Betrieben machen der Klimawandel, fehlende Arbeitskräfte, hohe Kosten und die zunehmende Konkurrenz durch Importobst zu schaffen. Unterstützung ist u.a. für die Erneuerung von Obstanlagen, Bewässerung, Frostschutz und Hagelnetze vorgesehen. Auch Robotik, Automatisierung und Digitalisierung sollen gefördert werden. Sie sollen dem Ministerium zufolge die Arbeit erleichtern, Kosten senken und die Produktivität erhöhen. Hinzu kommen Investitionen in die Verarbeitung und Lagerung.
Neben dem Anbau geht es auch um den Absatz: Das Ministerium will Erzeugerorganisationen und nationale Qualitätszeichen stärken. Heimisches Obst soll außerdem häufiger in Schulen, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen auf den Tisch kommen. Weitere Ziele sind die Unterstützung junger Landwirte, eine engere Zusammenarbeit von Forschung und Praxis sowie weniger Bürokratie. Im vergangenen Jahr wurden in Tschechien 146.200 t Obst geerntet, darunter 116.700 t Äpfel. Die Erwerbsobstanlagen umfassten 10.305 ha. Der Selbstversorgungsgrad bei Frischobst lag der Behörde zufolge bei 38,4 %.