Diese Fläche ist hauptsächlich verteilt auf die Regionen Süden, Südosten und Nordosten. Schätzungen des IBGE zufolge wird die Anbaufläche im Jahr 2026 auf 86.711 ha ansteigen. Rio Grande do Sul ist der größte traubenproduzierende Bundesstaat Brasiliens mit etwa 48.000 ha Fläche und erzeugte laut Branchendaten im Jahr 2025 rund 750.000 t Trauben. Pernambuco, Heimat des São-Francisco-Tals im Nordosten des Landes, verfügt über rund 12.000 ha Anbaufläche und gilt als Brasiliens führendes Zentrum für den Anbau hochwertiger Früchte. Mit Blick auf das Jahr 2026 bleiben die Erwartungen des Sektors für die Tafeltraubenproduktion stabil. Es wird davon ausgegangen, dass die Produktionsmengen das Niveau von 2025 erreichen werden, wobei wetterbedingte Schwankungen von etwa 10 % möglich sind. In den vergangenen Jahren haben die Traubenproduzenten moderne landwirtschaftliche Methoden eingeführt, darunter Präzisionsbewässerung, integrierte Schädlings- und Krankheitsbekämpfung sowie Schnitt- und Bewirtschaftungstechniken zur Steigerung der Produktivität und Qualität der Trauben.
Seit dem 1. Mai können brasilianische Fruchtexporteure bereits die praktischen Auswirkungen des Handelsabkommens zwischen der Europäischen Union und Mercosur spüren. Von der Zollbefreiung wird nach Einschätzung von Brancheninsidern eines der wichtigsten Exportprodukte Brasiliens im Fruchtsektor profitieren. Im Jahr 2025 waren frische Trauben das sechstwichtigste Fruchtexportprodukt Brasiliens gemessen am Liefervolumen mit 62.200 t und das viertwichtigste nach Umsatz, der bei laut dem Branchenmagazin Valor International bei 158,7 Mio US-Dollar lag.