Zudem seien bislang keine gravierenden Wetterereignisse wie Schneeregen, Hagel oder Frost aufgetreten, die im Vorjahr vor allem frühe Nektarinensorten beeinträchtigt hatten. Obwohl die Saison erst begonnen habe, scheine sie vielversprechend zu verlaufen. Die Nektarinenmengen dürften wieder ihr normales Niveau erreichen. In den vergangenen fünf Jahren sei ein deutlicher Trend zugunsten der Nektarinen zu beobachten: Die Anbaufläche habe um 26 % zugenommen. Im gleichen Zeitraum sei die Fläche für frische Aprikosen um 4 %, für Tafelpfirsiche um 18 % und für Pflaumen um 6 % zurückgegangen. Die anhaltenden Investitionen in ertragreichere Nektarinensorten dürften das Exportwachstum in den kommenden Jahren weiter unterstützen.
Für Aprikosen wird mit einem Volumen von rund 720.000 Kartons (à 4,75 kg) gerechnet, was einem Rückgang von 3 % entspricht. Pfirsiche dürften um 3 % auf 1,94 Mio Kartons (à 2,5 kg) zulegen, verglichen mit 1,88 Mio im Vorjahr. Nektarinen werden voraussichtlich um 18 % auf 12,26 Mio Kartons (à 2,5 kg) steigen – begünstigt durch gute Bedingungen bei den frühen Sorten und höhere Erträge in den Obstplantagen. Für Pflaumen wird ein Plus von 2 % erwartet, auf 15,1 Mio Kartons (à 5,25 kg) gegenüber 14,9 Mio in der vergangenen Saison.
Insgesamt rechne man für die Steinobstsaison 2025/26 mit einer positiven Entwicklung, guten Ernteaussichten und anhaltendem Vertrauen unter Erzeugern und Exporteuren. Günstige Wachstumsbedingungen und die Einführung neuer Sorten in die Produktion deuteten auf eine stabile und ausgewogene Exportsaison hin – vorausgesetzt, logistische und handelspolitische Herausforderungen könnten wirksam bewältigt werden.