von Fred Meintjes 3 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Südafrikanische Zitrusbranche warnt vor drohender Kraftstoffkrise

Die Citrus Growers' Association (CGA) hat zu dringenden Maßnahmen aufgerufen, um der Gefahr von Kraftstoffengpässen entgegenzuwirken, da die Branche kurz vor dem Beginn ihrer neuen Saison steht.

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In den vergangenen zwei Wochen gab es Berichte über Kraftstoff- und insbesondere Dieselknappheit, da das Land mit den Auswirkungen des Nahostkonflikts und den steigenden Ölpreisen zu kämpfen hat.

In KW 14 treten neue nationale Preise in Kraft, und es gibt Anzeichen dafür, dass die Dieselpreise um 50 % bis 60 % steigen könnten.

Beobachter sagen, dies werde ein verheerender Schlag für die Frischwarenbranche und insbesondere für die Zitrusbranche sein, die ab April in ihre neue Saison startet.

Die CGA betonte die dringende Notwendigkeit eines integrierten nationalen Ansatzes, an dem Regierung, Kraftstofflieferanten, Logistikunternehmen, Erzeuger und Exporteure beteiligt sind, und wies darauf hin, dass 95 % der nationalen Zitrusernte auf dem Landweg zu den Häfen transportiert werden.

„Sollten kontrollierte Verkäufe oder eine begrenzte Verfügbarkeit von Diesel anhalten, könnte dies direkte Auswirkungen auf das Funktionieren der Zitrus-Lieferkette haben“, sagte Dr. Boitshoko Ntshabele, Geschäftsführer der CGA. „Da die Zitrussaison 2026 in Kürze beginnt, beobachtet die CGA die Kraftstoffverfügbarkeit und -kosten aufgrund des Konflikts im Nahen Osten sehr genau. Diese Faktoren werden sich auf die kommende Zitrussaison auswirken, die ab April richtig in Gang kommt“, merkte er an.

Die CGA teilte mit, dass ihr Berichte über vereinzelte Dieselknappheit vorliegen, was Anlass zur Sorge gibt. „Während offizielle Zusicherungen darauf hindeuten, dass die nationale Versorgung stabil bleibt, berichten Branchenvertreter von einer eingeschränkten Dieselverfügbarkeit an bestimmten Tankstellen, was offenbar auf ungewöhnliche Kaufmuster und eine kontrollierte Zuteilung durch die Akteure der Branche zurückzuführen ist“, fuhr Ntshabele fort. „Eine enge Abstimmung, Transparenz und Notfallplanung werden unerlässlich sein, um sicherzustellen, dass die kommende Saison mit so wenig Störungen wie möglich verläuft. Die Regierung muss den wichtigen Beitrag der Agrarexporte zur Wirtschaft berücksichtigen“, warnte er.

Südafrika sei der weltweit zweitgrößte Exporteur von Zitrusfrüchten, betonte er, und Zitrusfrüchte seien der größte landwirtschaftliche Exportsektor des Landes. „Sollten kontrollierte Verkäufe oder eine begrenzte Verfügbarkeit von Diesel anhalten, könnte dies direkte Auswirkungen auf das Funktionieren der Zitrus-Lieferkette haben“, sagte Ntshabele. „Dies verdeutlicht die Probleme eines Logistiksystems, das fast vollständig auf Lkw und Straßentransport angewiesen ist. Langfristig ist eine stärkere Nutzung des Schienengüterverkehrs erforderlich, und die CGA ist dankbar, dass die Beteiligung des privaten Sektors am Schienenverkehr voranschreitet, doch dies muss in größerem Umfang und schneller geschehen“, forderte er. „Die jüngsten Entwicklungen belasten unseren Sektor, der auf Ebene der landwirtschaftlichen Betriebe 140.000 Arbeitsplätze sichert, zusätzlich. Wir fordern die Regierung daher auf, zur Abmilderung der negativen Auswirkungen beizutragen und ein günstiges Umfeld zu schaffen, das das weitere Wachstum der Zitrusbranche fördert. Dazu gehören Maßnahmen zur Verbesserung des Marktzugangs in China, Indien, den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. Wir brauchen jetzt mehr denn je einen besseren Zugang und mehr Märkte.“