Die Einfuhren von Gemüse legten dagegen mengenmäßig um 3,8 % auf 1,255 Mio t zu, während der Importwert um 4,2 % auf 860 Mio Euro zurückging. Zu den Produkten mit den stärksten mengenmäßigen Importzuwächsen zählen Bananen mit 241.683 t (+14,4 %), Orangen mit 64.888 t (+43,8 %), Kiwis mit 105.684 t (+20,7 %) und Zitronen mit 30.280 t (+75,7 %). Der Außenhandelssaldo des spanischen Frischobst- und Gemüsesektors blieb im ersten Halbjahr deutlich positiv. Der Überschuss belief sich FEPEX zufolge auf 8,519 Mrd Euro und lag damit 6,3 % über dem Wert des entsprechenden Vorjahreszeitraums.
Nach Einschätzung des spanischen Branchenverbandes FEPEX belegen die Zahlen des ersten Halbjahres 2026 die Stärke des spanischen Exportsektors für frisches Obst und Gemüse. Das im Ausland vermarktete Volumen blieb weitgehend stabil, während der Umsatz auf 11,605 Mrd Euro stieg. Damit festigt der Sektor seine Position als einer der wichtigsten Beiträge zur agrar- und ernährungswirtschaftlichen Handelsbilanz Spaniens. Gleichzeitig bereitet das anhaltende Wachstum der Importe Sorgen. Mit einem Plus von 6,8 % bei der Menge entwickelten sie sich deutlich dynamischer als die Exporte. Diese Entwicklung verdeutlicht den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch Erzeugnisse aus Drittstaaten – sowohl auf dem spanischen als auch auf dem europäischen Markt. FEPEX sieht deshalb die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit der spanischen Erzeuger zu stärken und für ausgewogene Wettbewerbsbedingungen zu sorgen. Dabei müsse insbesondere das Prinzip der Reziprozität konsequent angewendet werden, sodass importierte Produkte denselben produktionsbezogenen, sozialen und umweltbezogenen Anforderungen unterliegen wie Erzeugnisse aus Spanien beziehungsweise der EU.