Der Japankäfer stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Landwirtschaft, den Gartenbau und die Umwelt dar. Während der adulte Käfer Blätter, Früchte und Blüten von mehr als 400 Pflanzenarten befällt, schädigen die Larven Wurzeln von Rasen- und Grünflächen.
2025 wurden in der Schweiz größere Befallsherde in den Kantonen Basel, Tessin, Zürich und Wallis abgegrenzt. In weiteren Kantonen lagen zudem Meldungen vor. Von Juni bis September sei die Gefahr der Verschleppung aufgrund des zunehmenden Reiseverkehrs während der Sommerzeit um ein Vielfaches größer. So sei es möglich, dass der Käfer ungewollt in Fahrzeuge und Gepäckstücke gelange und darin, insbesondere entlang der Nord-Süd-Achsen, mitreise.
In bestimmten Gebieten sei die Tilgung des Japankäfers zwar nicht mehr möglich, aber die von den Kantonen und den Fachpersonen der Branche getroffenen Maßnahmen haben sich als wirksam erwiesen, um seine weitere Verbreitung zu verlangsamen. Diese Verlangsamung sei wichtig, um die Schäden nördlich der Alpen, wo der Japankäfer nur vereinzelt vorkomme, gering zu halten. Nun brauche es aber die Unterstützung der gesamten Bevölkerung.
Daher lanciere der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst (EPSD) zusammen mit den Kantonen von Auffahrt bis Mitte August eine Sensibilisierungskampagne. Diese wird vor allem entlang der Nord-Süd-Routen, an Bahnhöfen und Verladebahnhöfen, in den Tourismusregionen im Tessin sowie in den Online-Medien durchgeführt.
Das BLW ruft die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf: Reisende werden gebeten, Fahrzeuge und Gepäck vor der Rückreise sorgfältig zu kontrollieren und jegliche Insekten zu beseitigen.