Nach Angaben der Port of Rotterdam Authority war das erste Halbjahr von geopolitischen Unsicherheiten geprägt. Die zeitweise Sperrung der Straße von Hormus habe die Energiepreise erhöht und die internationalen Märkte belastet. Die direkten Auswirkungen auf den Hafen seien jedoch begrenzt geblieben. Das Unternehmen verweist zugleich auf die Bedeutung robuster Lieferketten sowie einer leistungsfähigen europäischen Energieinfrastruktur.
Der Containerumschlag entwickelte sich uneinheitlich: Während das Deepsea-Volumen in TEU um 5,2 % zulegte, sank das Transshipment infolge von Kapazitätsengpässen um 20 %. Zusätzliche Terminalkapazitäten sollen ab Ende des Jahres neue Wachstumsmöglichkeiten schaffen. Auch bei Investitionen in die Hafenentwicklung wurden Fortschritte gemeldet.
Dazu zählen unter anderem der Ausbau der Landstromversorgung, die Inbetriebnahme des ersten Abschnitts des niederländischen Wasserstoffnetzes sowie die erste Bunkerung eines Seeschiffs mit einem Ethanol-Methanol-Kraftstoffgemisch. Darüber hinaus treibt die Hafenverwaltung Projekte zur Digitalisierung und Cybersicherheit voran.
Finanziell entwickelte sich die Port of Rotterdam Authority nach eigenen Angaben stabil. Die Einnahmen stiegen um 3,2 % auf 477,0 Mio Euro, das Nettoergebnis belief sich auf 144,8 Mio Euro. Im ersten Halbjahr investierte die Hafenverwaltung insgesamt 126,0 Mio Euro in die Weiterentwicklung des Hafen- und Industriekomplexes.