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re:think packaging: Was jetzt zählt – und wie die Branche darauf reagiert

Mit ‚re:think packaging – Forum für Verpackung, Kreislaufwirtschaft und Marktanforderungen‘ greift das Fruchthandel Magazin am 21. Mai in Düsseldorf eines der derzeit zentralen Themen der Branche auf – die Obst- und Gemüsebranche steht beim Thema Verpackung vor einem tiefgreifenden Wandel. 

Materialkreislauf-Zeichen
Nachhaltige Verpackungslösungen und Kreislaufwirtschaft stehen im Mittelpunkt der aktuellen Branchendiskussion.
© Farida/AdobeStock

Steigende regulatorische Anforderungen, veränderte Erwartungen des Handels und nicht zuletzt ein wachsendes Umweltbewusstsein der Verbraucherinnen und Verbraucher erhöhen den Druck entlang der gesamten Lieferkette. Dabei geht es längst nicht mehr nur um einzelne Materialien oder kurzfristige Anpassungen, sondern um grundlegende Fragen: Welche Lösungen sind künftig tragfähig? Was ist wirtschaftlich darstellbar? Und wie lassen sich regulatorische Vorgaben mit den Anforderungen des Marktes in Einklang bringen? Das Forum, das im Clayton Hotel stattfinden wird, ist eine Co-Veranstaltung mit der DFHV-Jahrestagung am 20. Mai. Damit entsteht ein zweitägiger Rahmen, der sowohl strategische als auch praktische Perspektiven zusammenführt. „Das Get-together am Abend des 20. Mai ist nicht nur das verbindende Element, sondern die perfekte Gelegenheit zum Networken und zum Gedankenaustausch mit dem gesamten Handel und seinen Servicepartnern“, erklärt Kaasten Reh vom Fruchthandel Magazin. „Zwar bildet die europäische Verpackungsverordnung PPWR einen zentralen Bezugspunkt der Veranstaltung, im Fokus steht jedoch bewusst ein breiteres Themenspektrum. Ziel ist es, nicht nur regulatorische Anforderungen einzuordnen, sondern vor allem Orientierung für die praktische Umsetzung im Markt zu geben“, so Kaasten Reh. Denn viele Fragen, die Unternehmen derzeit beschäftigen, reichen über die reine Gesetzesauslegung hinaus: Welche Materialien sind tatsächlich zukunftsfähig? Wie verändern sich Anforderungen des Handels? Welche Investitionen sind notwendig – und wo liegen wirtschaftliche Grenzen? Und nicht zuletzt: Welche Lösungen funktionieren bereits heute unter realen Bedingungen?

Fachliche Einordnung aus erster Hand

Der Kongress greift diese Fragestellungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf. Bereits zu Beginn steht die Einordnung der regulatorischen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Eine Keynote beleuchtet, was die PPWR konkret für die Praxis bedeutet, wo Spielräume bestehen und welche Entwicklungen bis 2026, 2027 und darüber hinaus bis 2030 absehbar sind. Als Impulsgeber wird unter anderem Philippe Binard (Freshfel) dabei sein. Er wird die europäische Perspektive einordnen. Ergänzend dazu diskutieren Vertreter aus Handel, Erzeugung, Verbänden und Recyclingwirtschaft die Auswirkungen auf Verpackungssysteme und Kreisläufe – etwa im Rahmen der Panel-Diskussion „Auswirkungen der PPWR auf Verpackung und Kreisläufe“ mit Suse Jamrath (BVEO), Johannes von Eerde (Landfrisch) und Henning Kleinespel (DFHV). Dabei geht es auch um die Frage, welche Vorgaben aktuell die größten Herausforderungen darstellen und wie sich Anforderungen im Markt bereits verschieben. Im weiteren Verlauf rückt die Perspektive auf Materialien und Lösungen stärker in den Fokus. Impulse aus der Verpackungsindustrie geben einen Überblick über aktuelle Entwicklungen bei Kunststoff-, Karton- und alternativen Verpackungskonzepten. Im anschließenden Panel „Materialwahl im Spannungsfeld zwischen Gesetz, Handel und Nachhaltigkeit“ diskutieren unter anderem Florian Cebulla (Schwarz Gruppe), Claudia Schuh (Lorentzen & Sievers/Prodinger Verpackung GmbH & Co. KG) sowie Till Isensee (Tilisco), welche Lösungen unter den gegebenen Rahmenbedingungen realistisch und marktfähig sind. Aspekte wie Monomaterialien, Rezyklatanteile, Ökobilanzen und Kennzeichnungspflichten werden dabei ebenso thematisiert wie Fragen der Skalierbarkeit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Praxis. Case Studies aus Unternehmen zeigen, welche Ansätze bereits funktionieren und wo Herausforderungen bestehen bleiben. Beiträge aus der Praxis, unter anderem von Johannes von Eerde (Landfrisch) und Markus Nöthen (Franken-Gemüse Bio eG), geben Einblicke in konkrete Umsetzungen und machen deutlich, dass es keine universelle Lösung gibt, sondern vielmehr unterschiedliche Wege, die je nach Produkt, Vermarktungsstruktur und logistischen Anforderungen bewertet werden müssen. Gerade dieser Blick in die betriebliche Realität dürfte für viele Teilnehmer von besonderem Interesse sein.

Fragen der Teilnehmer im Fokus

Ergänzt wird dieser Teil durch eine Deep-Dive-Session, in der konkrete Fragen aus der Branche aufgegriffen werden. Themen wie Kostenstrukturen, Effizienz, Umsetzbarkeit oder Kommunikationsanforderungen stehen dabei im Mittelpunkt. „Die Teilnehmer werden rund 14 Tage vor der Veranstaltung eingeladen, ihre Fragestellungen einzureichen, sodass die Diskussion gezielt an den aktuellen Herausforderungen der Unternehmen ansetzen kann. Ziel ist es, nicht nur allgemeine Entwicklungen zu skizzieren, sondern konkrete Orientierung für den eigenen Arbeitsalltag zu bieten“, unterstreicht Kaasten Reh. Der Blick richtet sich zudem nach vorn: Welche Rolle wird die Kreislaufwirtschaft künftig spielen? Welche Entwicklungen sind auf europäischer Ebene absehbar? Und wie könnte ein tragfähiger Kompromiss zwischen gesetzlichen Vorgaben, Nachhaltigkeitszielen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aussehen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der abschließenden Diskussionsrunde, die unterschiedliche Perspektiven aus Handel, Produktion, Verpackungsindustrie und Recycling zusammenführt.

Plattform für Austausch und Orientierung

Ein zentrales Element der Veranstaltung ist darüber hinaus der persönliche Austausch. Neben den inhaltlichen Programmpunkten bieten Networking-Phasen, Expo-Flächen und der gemeinsame Rahmen mit der DFHV-Jahrestagung Raum für Gespräche und Einordnung der Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Gerade in einer Phase, in der viele Entscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden müssen, gewinnt dieser direkte Austausch an Bedeutung. „Der Kongress versteht sich als Plattform, die unterschiedliche Perspektiven bündelt und den aktuellen Transformationsprozess im Verpackungsbereich greifbarer macht. Angesichts der Vielzahl offener Fragen und der zunehmenden Komplexität der Anforderungen dürfte der Bedarf an Orientierung und Austausch in den kommenden Monaten weiter steigen. Mit ‚re:think packaging‘ wollen wir hierzu einen Beitrag leisten – nicht als reine Bestandsaufnahme, sondern als Impulsgeber für die nächsten Schritte in der Branche“, so Kaasten Reh.

Frühbucher-Preis noch bis zum 31. März

Eine schnelle Anmeldung lohnt sich und spart 200 Euro: Bis zum 31. März 2026 gilt der Frühbucher-Preis in Höhe von 495 Euro statt der Normalpreis 695 Euro. Alle Infos zum Programm, den Sponsoring-Angeboten und natürlich zur Anmeldung finden Sie hier