Pfalzmarkt eG startet offiziell in die heimischen Frischgemüse-Saison
Zum offiziellen Start der Frischgemüse-Saison bietet Pfalzmarkt für Obst und Gemüse eG – mit zuckersüßen Erdbeeren, knackfrischen Kopf- und Blattsalaten, knackigem Kohlrabi, Spargel, Rhabarber etc. – jetzt wieder das komplette Frühlingsangebot aus heimischer Ernte an. Der eigentliche Erntebeginn erfolgte in der noch jungen Saison etwas früher als im letzten Jahr: Bereits Anfang März wurden im größten und frühsten zusammenhängenden Freilandanbaugebiet für Frischgemüse in Deutschland die ersten März Bundzwiebeln geerntet.
Die Politik macht den heimischen Anbau seit Jahren immer teurer
Im Hinblick auf die Qualität, Frische und Versorgungssicherheit müsste man deutsches Obst und Gemüse besonders wertschätzen und den heimischen Anbau unterstützen und fördern. Politisch geschieht seit Jahren genau das Gegenteil. Ein aktuelles Beispiel ist die gesetzlich verordnete Anhebung des Mindestlohns zum 1. Januar 2026 von 12,82 Euro auf 13,90 Euro. Dieser gilt ausnahmslos auch für Saisonarbeitskräfte aus dem europäischen Ausland, die nur wenige Wochen im Jahr in Deutschland arbeiten und deswegen ihren Lohn brutto für netto erhalten. Hinzu kommen Überregulierung und Dokumentationspflichten, die die ungleichen Wettbewerbsbedingungen innerhalb der EU zu Ungunsten des mittelständischen Obst- und Gemüsebaus in der Pfalz weiter verschärfen.
„Welche Branche verkraftet Lohnsteigerungen von 50 % in 5 Jahren?“
Christian Deyerling, Aufsichtsratsvorsitzender bei Pfalzmarkt eG fragt: „Welche Branche verkraftet Lohnsteigerungen von rund 50 % in 5 Jahren? Für die Autoindustrie, Chemie oder den Maschinenbau hätte es Krisengipfel und Konjunktur-Programme gegeben! Dem Obst- und Gemüsebau mutet man das zu. Offenbar sind gesunde Ernährung und der heimische Anbau als Konkurrent und Preisregulativ nicht wichtig genug. Wenn die Politik nicht schnell ins Handeln kommt, wird Deutschland hier genauso abhängig von Importen und krisenanfälligen Lieferketten, wie das jetzt bereits bei Öl und Gast der Fall ist. Über höhere Preise muss sich dann auch kein Entscheider mehr wundern!“
Robotik und KI im Verbund mit Drohnen, Smart-Spraying oder In-Row-Hacken
Bereits heute wird vielerorts im Gemüsegarten Pfalz auf Robotik- und KI-Lösungen gesetzt, um den Faktor Mensch und harte Arbeiten auf dem Feld in den kommenden Jahren schrittweise zu reduzieren. Beispielsweise setzt Pfalzmarkt eG seit letztem Jahr im Verbund mit dem Beregnungsverband Vorderpfalz smarte Feldsensoren ein, die nicht allein die Bodenfeuchtigkeit in bis zu 40 cm Tiefe messen können, sondern mittels KI-Steuerung auch Echtzeit-Daten zum digitalen Ernteschutz liefern können. Der Einsatz von Drohnen, Smart-Precision-Sprayern für den selektiven Pflanzenschutz im konventionellen und Bio-Anbau, die Nutzung von hoch effizienten In-Row-Hacken oder Laser-Weedern zur Unkrautbekämpfung, selbstfahrende Systeme oder digitale Spaten zur Echtzeit-Bodenanalyse sind längst Realität und keine Zukunftsutopie. Hans-Jörg Friedrich: „Wir haben Lösungen für den Obst- und Gemüseanbau 4.0. Um diese High-Tech-Anwendungen praxistauglich nutzen zu können, ist es erforderlich Schnittstellen und unterschiedliche Datenquellen effizient zu vernetzen. Hier brauchen wir zusätzliche Entwicklung, mehr Kapital, das derzeit nicht zur Verfügung steht und schlussendlich auch einen Rahmen die neuen Technologien effizient testen zu können!“
Staatliche Überregulierung verhindert auch den testweisen Technikeinsatz
Damit der Wettbewerb und damit auskömmliche Verbraucherpreise erhalten bleiben, ist unser heimischer Anbau, der mit schnellen Bestell- und Lieferzeiten, Top-Frische und damit auch bei der CO2-Bilanz und Nachhaltigkeit punktet, unverzichtbar. Vollends grotesk wird die Situation, da der Einsatz und die Erprobung von selbstfahrenden Ernterobotern sowie mittels KI gesteuerter Drohnenflüge auf dem Feld oftmals an Vorschriften scheitern, die den Fortschritt unnötig bremsen!
Nachhaltige Frischeversorgung dank mehrerer Ernten täglich
Die umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, die Pfalzmarkt eG – unter anderem – in den Feldern Obst- und Gemüseanbau, regenerative Energiegewinnung und Artenschutz verfolgt, legt wichtige Grundlagen für ein nachhaltig gesundes Wachstum: Die zentrale und nachhaltige Drehscheibe für exzellente Frischelogistik ist die Halle 4 bei Pfalzmarkt eG, wo der offizielle Startschuss in die Frischgemüse-Saison 2026 erfolgt: Sie zählt zu den europaweit größten und modernsten Vermarktungszentren für frisches Obst und Gemüse. Dank optimierter Warenströme setzt Pfalzmarkt eG hier Standards im Markt. Dank der intelligenten Anbau- und Ernteplanung können die 80 aktiven Erzeugerbetriebe mehrmals täglich – auch sehr kurzfristig – auf Bestellung ernten und so die Nachfrageanforderungen des Handels flexibel bedienen.
Mehr Nachhaltigkeit in den Feldern Anbau, Energie und Artenschutz
Hans-Jörg Friedrich, Vorstand bei Pfalzmarkt eG, sagt: „Im laufenden Jahr werden wir rund 2,5 Mio Euro in eine smarte Batteriespeicher-Lösung investieren, die uns es künftig erlaubt, den Sonnenstrom unserer 15.000 m2 großen Aufdach-PV-Anlage auf der Halle 4 noch effizienter – also vor allem nachts und in Schlechtwetterphasen zu nutzen.“ Durch vielfältige Maßnahmen zielt das Projekt „Pfalzmarkt schafft Artenvielfalt“ – das in der laufenden Saison über neun Hektar umfasst – darauf ab, die Artenvielfalt und Biodiversität im Gemüsegarten Pfalz zu sichern und zu fördern.
Internationalisierung: Bestmögliche Frische jetzt auch über die Wintermonate
Um Pfalzmarkt-Kunden über die eigentliche Ernte-Saison in der Pfalz hinaus – auch über die Wintermonate – zuverlässig mit Top-Sellern aus dem Angebotsportfolio bedienen zu können, hat Pfalzmarkt eG seine über mehrere Jahre etablierte 12-Monats-Strategie gezielt erweitert und stetig weiter internationalisiert. 2025 wurde der erste Erzeugerbetrieb aus Portugal als Pfalzmarkt-Mitglied aufgenommen.
Besondere Gemüse-Topseller, die besonders im Trend lagen
Angefangen von A wie Apfel bis Z wie Zucchini hat Pfalzmarkt eG über 100 verschiedene Frischeprodukte mit über 15.000 unterschiedlichen Artikelvarianten im Angebot. Pfalzmarkt-Vertriebsvorstand Reinhard Oerther erklärt: „Was die Kundennachfrage und Umsatzgewichtung der Bestseller bei Pfalzmarkt eG angeht, gibt es 2025 einige interessante Trends: Sehr hoch in der Käufergunst stehen Pak Choi, Brokkoli, Chinakohl sowie Hokkaido-Kürbisse!“