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Österreich: Niederschläge verschieben sich

Österreich wird den Klimawandel noch deutlicher zu spüren bekommen und muss sich vor allem auf eine eingeschränkte Verfügbarkeit von Wasser einstellen. Das zeigt eine neue Studie, die von GeoSphere Austria gemeinsam mit der TU Wien, der Universität Graz und der Universität für Bodenkultur (BOKU) erstellt wurde. 

Eine kleine grüne Pflanze wächst aus rissigem, trockenem Boden mit sichtbaren Rissen und einer grauen Textur.
© andreas160578/pixabay

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Folgen des Klimawandels zu einer saisonalen Verschiebung der Niederschläge in das Winterhalbjahr führen werden. Die neuen Daten sind eine erste vorläufige Berechnung, basierend auf globalen Klimamodellen. Ein abschließender Bericht soll im Herbst vorgelegt werden.

Laut Studie dürfte durch den weiterhin anhaltenden Temperaturanstieg und die damit verbundene steigende Verdunstung in den kommenden Dekaden insgesamt weniger Wasser im Boden zur Verfügung stehen. Zwar werde die Niederschlagsmenge im Jahresmittel weitgehend gleichbleiben. Allerdings sei damit zu rechnen, dass der Sommerniederschlag bis Mitte des Jahrhunderts zwischen fünf und 15 % abnehmen werde. Der Niederschlag verschiebe sich in die kältere Jahreshälfte; hier zeichne sich ein Plus von fünf bis zehn Prozent ab.

Insbesondere in störanfälligen Gebieten im Flachland dürfte das Wassermanagement herausfordernder werden, so die Studienautoren. Trockenere Sommer erhöhten den Bewässerungsbedarf, während gleichzeitig weniger Wasser zur Verfügung stehe. Die Aufgabe, die Ressource Wasser vom Überschuss in der kalten Jahreszeit zu den Mangelzeiten im Sommer zu verteilen, werde künftig an Bedeutung gewinnen.

Abgeleitet haben die Wissenschaftler aus ihren Messdaten auch eine höhere Intensität der Niederschläge. Durch den Klimawandel steige die Wahrscheinlichkeit, dass Regen insbesondere in der warmen Jahreszeit in kurzer Zeit sehr intensiv falle, etwa bei Sommergewittern. Auch wenn im Jahresmittel gleich viel Wasser niedergehe, verschärfe die höhere Intensität das Risiko für lokale Überflutungen. AgE
 

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