von Michael Schotten 2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Niederlande: O+G-Dachverband ‚GroentenFruit Huis‘ begrüßt Koalitionsabkommen

Der niederländischen Branchenverband GroentenFruit Huis hat das vor wenigen Tagen vorgestellte Koalitionsabkommen „Aan de slag“ positiv aufgenommen. Themen wie der Abbau von Bürokratie, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des niederländischen Agrar- und Lebensmittelsektors sowie die Sicherung gleicher Wettbewerbsbedingungen innerhalb Europas entsprächen den Zielen des Obst- und Gemüsesektors, teilte die Organisation mit. 

Niederländische Strauchtomaten in einem Gewächshaus.
© N. Schotten

Das Koalitionsabkommen biete insbesondere auch Anknüpfungspunkte im Bereich der Prävention und Gesundheit. Die Förderung eines gesunden Lebensstils, unter anderem durch die unattraktivere Gestaltung ungesunder Entscheidungen, könne zu besseren Ernährungsentscheidungen beitragen. „GroentenFruit Huis begrüßt ausdrücklich die Entscheidung, Kindern im Bildungswesen kostenloses Schulobst zur Verfügung zu stellen. Dies trägt dazu bei, den Konsum in dieser Zielgruppe zu steigern und bietet Chancen, auch andere Zielgruppen besser zu erreichen. Gerne tritt GroentenFruit Huis mit dem Kabinett, dem Bildungssektor und den Kettenpartnern in den Dialog über die weitere Ausgestaltung dieser Pläne, damit gesunde und nachhaltige Ernährungsentscheidungen tatsächlich in Politik und Praxis verankert werden“, heißt es seitens des Verbandes.

Intensivere Zusammenarbeit 

Das Koalitionsabkommen erkenne zudem ausdrücklich die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem Agrarsektor an. Darüber hinaus unterstreiche das Abkommen die Bedeutung der Ernährungssicherheit und eines starken niederländischen Lebensmittelsektors. Für den Obst- und Gemüsesektor spiele dabei der internationale Handel eine wesentliche Rolle. Eine entscheidende Voraussetzung hierfür sei, so der Verband, die Verfügbarkeit ausreichender Arbeitskräfte, Spielraum für flexible Arbeit sowie Investitionen in Fachkompetenz und Ausbildung. Das Koalitionsabkommen formuliere darüber hinaus klare Ambitionen zum Abbau von Vorschriften und zur Verringerung der regulatorischen Belastung für Unternehmen. „GroentenFruit Huis begrüßt diesen Ansatz ausdrücklich. Insbesondere der Fokus auf die Vermeidung und Abschaffung unnötiger nationaler Zusatzregelungen („Gold-Plating“) bei europäischer Gesetzgebung ist ein wichtiger Schritt hin zu einem praktikableren und wettbewerbsfähigeren Geschäftsumfeld. Der Abbau dieser zusätzlichen nationalen Lasten trägt zu gleichen Wettbewerbsbedingungen innerhalb Europas bei und gibt Unternehmen mehr Raum für Investitionen in Innovation und Nachhaltigkeit.“ Für Transport und Logistik biete das Koalitionsabkommen bislang hingegen nur wenige konkrete Ansatzpunkte. In diesem Zusammenhang fordert GroentenFruit Huis ausdrücklich mehr Aufmerksamkeit für die Nachhaltigkeit logistischer Prozesse, die Ausweitung der Möglichkeiten des Modal Shifts sowie eine Priorisierung des Frischtransports über Schiene und Binnenschifffahrt. „Das Koalitionsabkommen ‚Aan de slag‘ bietet klare Anknüpfungspunkte, um in den kommenden Jahren gemeinsam weiter an einem zukunftsfähigen Obst- und Gemüsesektor zu bauen“, sagt Richard Schouten, Geschäftsführer von GroentenFruit Huis. „Gerne treten wir mit dem Kabinett und anderen Beteiligten in den Dialog, um diese Ambitionen gemeinsam konkret umzusetzen.“
 

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