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Moldau: EU-Kontingente für Obst weiterhin nicht ausgeschöpft

Die Exporte von Trauben, Äpfeln, Pflaumen und Kirschen aus der Republik Moldau in die Europäische Union können weiterhin innerhalb der festgelegten Exportkontingente und unter den geltenden Präferenzbedingungen erfolgen. Wie, nach Angaben von EastFruit, das moldauische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Digitalisierung (MDED) mitteilt, sind die dafür vorgesehenen Mengen bislang nicht ausgeschöpft.

Grüne Birnen und rotwangige Äpfel
© Fruchthandel Magazin

Zuletzt hatte es Verunsicherung gegeben, nachdem im EU-Zolltarifsystem TARIC zeitweise Unstimmigkeiten bei der Anzeige der verfügbaren Kontingente aufgetreten waren. TARIC ist das zentrale System der Europäischen Union, in dem alle Zölle, Präferenzregelungen und Zollkontingente für Importe erfasst sind und das von den Zollbehörden bei der Abfertigung genutzt wird. Nach Angaben des MDED handelte es sich dabei um ein technisches Problem, das am 13. Januar 2026 behoben wurde. In dem betroffenen Zeitraum seien auf Einfuhren von Trauben, Äpfeln und Pflaumen aus Moldau in die EU keine Zölle erhoben worden.

Die aktuellen TARIC-Daten zeigen laut EastFruit, dass die jährlichen Kontingente in den vergangenen Jahren nur teilweise genutzt wurden. Bei Trauben liegt die Quote bei 40.000 t. Davon blieben im Jahr 2025 noch 11.394 t ungenutzt; für 2026 stehen 38.047 t zur Verfügung. Dem Bericht zufolge beträgt das jährliche Kontingent für Äpfel 50.000 t. Im vergangenen Jahr wurden davon 38.884 t nicht ausgeschöpft, für 2026 sind 49.229 t verfügbar. Bei Pflaumen liegt die Quote bei 61.000 t, von denen 17.971 t im Jahr 2025 ungenutzt blieben; für 2026 stehen 60.789 t zur Verfügung. Auch bei Kirschen ist das Kontingent kaum genutzt worden. Von der Jahresquote von 4.500 t blieben 2025 rund 4.400 t ungenutzt, sodass für 2026 nahezu die gesamte Menge verfügbar ist.

Innerhalb dieser festgelegten Kontingente können moldauische Exporteure ihre Ware zollfrei in die EU liefern. Erst wenn ein Kontingent vollständig ausgeschöpft ist, entfällt die Präferenzregelung und weitere Lieferungen würden nach den regulären EU-Zollsätzen abgefertigt. Die Kontingente werden jeweils zum Jahresbeginn erneuert und stehen seit dem 1. Januar 2026 wieder vollständig zur Verfügung.

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