Der südafrikanische Landwirtschaftsminister Willie Aucamp unterzeichnete das Marktzugangsprotokoll am 8. September 2026 während des neunten Ministertreffens zu gesundheitspolizeilichen und pflanzenschutzrechtlichen Fragen in Peking gemeinsam mit Sun Meijun von der Allgemeinen Zollverwaltung Chinas (GACC). Das Abkommen gewährt südafrikanischen Kirschen zollfreien Zugang zu China, dem weltweit größten Importmarkt für Kirschen.
„Dieser Erfolg ist rekordverdächtig, da es das erste Mal ist, dass innerhalb eines Jahres zwei Marktzugangsprotokolle mit China unterzeichnet wurden“, sagte Aucamp. „Wir wissen Chinas Bemühungen, unsere Marktzugangsanträge für südafrikanische Agrarprodukte zu beschleunigen, sehr zu schätzen.“
Dieser Durchbruch ist besonders bedeutsam, wenn man bedenkt, wie rasant der südafrikanische Kirschsektor in den vergangenen zehn Jahren gewachsen ist. Laut Hortgro stieg die Anbaufläche für Kirschen von etwa 182 ha im Jahr 2012 auf mehr als 809 ha im Jahr 2024 – ein Anstieg um über 400 %. Die Branche strebt nun eine Verdopplung der Produktionsmengen innerhalb der nächsten fünf Jahre an.
Ein Großteil dieses Wachstums ist auf Investitionen in neue Anbaugebiete und Sorteninnovationen zurückzuführen. Die Einführung von Kälteminderbedürftigen Kirschsorten hat die Branche grundlegend verändert, da sie es den Erzeugern ermöglicht hat, Obstplantagen in wärmeren Regionen anzulegen, die zuvor als ungeeignet für den kommerziellen Anbau galten. Die Provinz Westkap bleibt das wichtigste Produktionszentrum der Branche und macht etwa 61 % der landesweiten Kirschanbaufläche aus. Die Provinzen Gauteng und Nordwest haben sich zu zunehmend wichtigen Produktionsregionen entwickelt und machen zusammen etwa 28 % der Gesamtfläche aus.
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