Logistik-Flotte wird modernisiert
Das belgische Familienunternehmen GEMEX ist seit über 30 Jahren im internationalen Obst- und Gemüsehandel aktiv und besonders auf Deutschland spezialisiert. Die vergangenen Jahre wurden genutzt, um die Infrastruktur auszubauen und zu modernisieren.
Spezialisierung
Verkaufsmanagerin Lieve Stevens hob bei unserem Gespräch hervor, dass der anspruchsvolle deutsche Markt aus den genannten Gründen höchste Produktqualität, Verlässlichkeit und ein besonders hohes Serviceniveau verlangt – Kriterien, auf die GEMEX schon immer konsequent gesetzt hat. „Das vorige Jahr ist insgesamt doch recht gut verlaufen“, fasste Lieve Stevens zusammen. „Was wir im vergangenen Jahr ganz klar feststellen konnten, ist, dass die Nachfrage nach Bio-Produkten bei unseren deutschen Kunden gewachsen ist. Dies haben wir vor allem bei Äpfeln und Birnen spüren können, beim Gemüse ist dies jedoch nicht in dem gleichen Maße der Fall gewesen.“ Die gestiegene Nachfrage nach biologisch erzeugten Äpfeln und Birnen hat aus Sicht von Sven Jordens auch etwas mit den Schulobstprogrammen zu tun. „Die Schulen wollen neben den konventionellen Produkten auch mehr Bio-Obst haben, teilweise ist das in den Verträgen auch so festgelegt. Aber auch die Nachfrage in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist nochmals gestiegen“, fügte Sven Jordens hinzu. Ein kontinuierliches Wachstum sei in den vergangenen Jahren auch bei Erdbeeren zu verzeichnen gewesen. „Von Jahr zu Jahr haben wir eigentlich mehr Erdbeeren gemacht. Vor den Festtagen kann man sehr gut spüren, dass mehr Ware auf den Weihnachtsmärkten für schokolierte Früchte, Fruchtspieße oder für andere Produkte benötigt wird“, so Mario Jordens. Vor dem Jahreswechsel war der europäische Gemüsemarkt allerdings durch ein starkes Überangebot geprägt, was sich auch ungünstig auf die Preise ausgewirkt hat. Vor allem bei Porree und Möhren, die hinter Tomaten die wichtigsten Gemüseerzeugnisse für GEMEX sind, ist dies der Fall gewesen.
Herausforderungen
Nicht nur im Hauptabsatzmarkt Deutschland hat – wie eben beschrieben – eine Konsolidierung stattgefunden. Auch in Belgien hat sich die Konzentration in Produktion und Handel in den letzten Jahren kontinuierlich fortgesetzt. Es gibt nur noch wenige unabhängige Exporteure, die Zahl der Veilingen ist zurückgegangen, große Erzeugerbetriebe haben sich zusammengeschlossen und kooperieren verstärkt miteinander oder sind übernommen worden. „Der Markt hat sich in der Tat in den vergangenen Jahren sehr stark verändert. Aber wir arbeiten mit allen Parteien im Markt sehr gut zusammen und werden uns auch weiterhin auf Deutschland als Absatzmarkt konzentrieren“, so Sven Jordens abschließend.
Halle 27, Stand A-51