Der Zug sei dabei ausschließlich für eigene Kunden reserviert, was ein hohes Maß an Planungssicherheit und Flexibilität ermögliche. Durch regelmäßige und planbare Abfahrten in beide Richtungen sollen auch zeitkritische oder taktgebundene Lieferketten zuverlässig bedient werden, heißt es weiter. Der Startschuss für die neue Strecke soll im Januar sein, doch buchen lasse sich der Service bereits jetzt.
Neu im Geschäft ist das Logistikunternehmen dabei nicht: „Seit 20 Jahren sind wir mit einem Company Train zwischen Verona und Bremen unterwegs", berichtet Nils Buchmann, Managing Director der Paneuropa Transport GmbH, auf unsere Nachfrage. Die neue Strecke, die in Italien den Großraum Mailand/Turin abdecke, sei nun der nächste Schritt der Intermodalstrategie. Dabei arbeite man branchenübergreifend, doch Lebensmittel seien die stärkste Kategorie des Unternehmens, erklärt Nils Buchmann, neben frischer werde auch Tiefkühl-Ware transportiert. Kühltransporte würden rund um die Uhr überwacht, um eine durchgängige Kühlkette zu gewährleisten, betont er.
Mehr Zuladung, mehr Klimaschutz
„Mit der neuen Verbindung können wir potenziellen Kapazitätsengpässen im europäischen Schienengüterverkehr aktiv entgegenwirken“, kommentiert Ralph Reincken, Head of Intermodal. „Gerade in Zeiten stark schwankender Nachfrage oder knapper Ressourcen sind wir dadurch noch flexibler in der Lage, auf Veränderungen zu reagieren und unseren Kunden durchgängig stabile Transportketten anzubieten.“
Neben der Kombination aus festen Kapazitäten, Planbar- und Klimafreundlichkeit habe der Transport per Schiene weitere Vorteile, darunter das Gewicht: „Bei schwerer Ware, z.B. Äpfeln, können wir mit dem Zug vier Tonnen mehr laden als dies mit einem Lkw möglich wäre", geht Buchmann ins Detail. Auch klassische Hürden des Straßenverkehrs, etwa Staus und fehlende Fahrer, könnten beim Wechsel auf die Schiene vermieden werden.