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Landgard: Satte Umsatzverluste bei O+G – Konzernstraffung soll Turnaround bringen 

Im Rahmen der ordentlichen Vertreterversammlung hat Landgard in Essen die Geschäftszahlen für das Jahr 2025 vorgestellt – erstmals in der neuen Vorstands-Konstellation mit Moritz Krannich und Christoph Klöpper.

Menschen sitzen in Vortragsraum und schauen auf Folien an der Wand
© Landgard

Demnach erwirtschaftete das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 in einem „unverändert anspruchsvollen Marktumfeld“ einen Umsatz von 1,7 Mrd Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahresniveau (-0,1 Mrd Euro). Dank umfassender Prozessoptimierungen, eines aktiven Kosten- und Energiemanagements sowie struktureller Anpassungen habe man dennoch ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 3,3 Mio Euro erzielen können. Auch die Rohertragsquote habe sich positiv entwickelt. Sie stieg nach 12,0 % im Vorjahr auf 12,5 % im Jahr 2025. Im Geschäftsfeld Obst & Gemüse sank der Umsatz 2025 um 13,4 % auf 415 Mio Euro. Diese Entwicklung sei vorwiegend durch Bereinigungseffekte in der Gesellschaftsstruktur bedingt. Der Fokus von Landgard Obst & Gemüse lag dem Unternehmen zufolge im Jahr 2025 auf der Optimierung von Prozessen zur Effizienzsteigerung. Zudem seien Dienstleistungsprozesse neugestaltet sowie die ERP-Landschaft im Geschäftsfeld weiter harmonisiert und optimiert worden, hieß es in Essen. 

Straffere Strukturen

Die Rahmenbedingungen für die Erzeugergenossenschaft Landgard hätten sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. „Steigende Kosten, zurückhaltender Konsum und eine zunehmende Konsolidierung prägen den Wettbewerb. Gleichzeitig treiben Digitalisierung, veränderte Kundenanforderungen und volatilere Witterungsbedingungen die Marktdynamik. Diese Entwicklungen betreffen die gesamte Branche – und damit auch uns. Das ist nicht völlig neu und Landgard hat schon manchen Wandel hinter sich. Aber das Tempo und die Auswirkungen der externen Veränderungen werden immer größer. Deshalb müssen auch wir uns an vielen Stellen grundlegend verändern – technologisch, strukturell und kulturell“, sagte Landgard-Vorstand Moritz Krannich. Um den Turnaround zu schaffen, habe sich Landgard mit dem Zukunftsprogramm Landgard NOVA seit Mitte 2025 konsequent neu aufgestellt. Ziel sei es, einfacher, schlanker und schlagkräftiger zu werden – durch einen klaren Fokus auf Digitalisierung, Effizienz und kundenorientierte Lösungen. „Das betrifft einerseits unsere Geschäftsfelder, die wir gezielt schärfen und weiterentwickeln: Im Geschäftsfeld Blumen & Pflanzen bündeln und zentralisieren wir wichtige Prozesse, schaffen noch klarere Angebote und erhöhen so die Skalierbarkeit. Im Geschäftsfeld Obst & Gemüse stärken wir dagegen gezielt die Regionen, bauen regionale Kompetenzen und Dienstleistungen aus und rücken näher an Erzeuger und Kunden“, sagte Landgard-Vorstand Christoph Klöpper.

Wahlen und Abstimmungen

Im Rahmen der Vertreterversammlung waren der Aufsichtsrat der Landgard eG sowie CFO Moritz Krannich für das Geschäftsjahr 2025 einstimmig entlastet worden. Der Ende März planmäßig ausgeschiedene Interims-Vorstand Roland Neuwald wurde für die Dauer seiner Amtszeit ebenfalls entlastet. Die turnusgemäß ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder Andrea Velmans und Beate Rodenbröker wurden einstimmig wiedergewählt. Bert Schmitz wurde zudem in der anschließenden konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats der Landgard eG erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Jürgen Beisel wurde zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und Dirk Schwichtenberg zum weiteren stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Bert Schmitz, der Aufsichtsratsvorsitzende der Landgard eG, begrüßte in seiner Eröffnungsrede die in diesem Jahr neu gewählten Mitglieder der Vertreterversammlung. „Landgard steht so wie die gesamte Grüne Branche vor großen Herausforderungen, denn der Markt verändert sich mit großer Geschwindigkeit. Darauf antworten wir mit unserem Zukunftsprogramm Landgard NOVA, mit dem wir Landgard grundlegend verändern und weiterentwickeln“, so Bert Schmitz.