Das Ergebnis: Das Thermometer steuert unsere Kaufentscheidungen direkter, als die meisten ahnen. Beeren und Steinobst boomen, Eis bricht alle Rekorde und Bier folgt nicht dem Thermometer, sondern dem Kalender. Besonders spannend: Anhand der Suchanfragen in der marktguru-App lässt sich sogar regional genau ablesen, wo es in Deutschland gerade am heißesten war, so das Ergebnis.
Tschüss Zitrusfrüchte, hallo Beeren und Kirschen
Kaum ein Ort im Supermarkt zeigt den Wechsel der Jahreszeiten so deutlich wie die Obstabteilung. Im kalten Februar greifen noch rund 32 % aller Shopper zu Orangen, Zitronen und Mandarinen. Doch sobald die Sonne herauskommt, verlieren die sauren Klassiker rasant an Bedeutung. Bis Ende Mai liegt nur noch bei der Hälfte der Shopper eine Zitrusfrucht im Einkaufskorb. Wer jetzt noch zugreift, kauft meist kleinere Mengen. Stattdessen zieht es die Menschen im Sommer zu den frischen Alternativen, die direkt vor der Haustür wachsen. Rhabarber, Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen erobern nun die Einkaufskörbe. Beim Steinobst zeigt sich der Sommer-Effekt besonders deutlich. Sobald das Thermometer Mitte Mai dauerhaft über 20 Grad klettert, gibt es einen riesigen Ansturm. Im Winter kaufen saisonbedingt nur unter zehn Prozent der Shopper Steinobst. Bis Ende Juni klettert der Anteil der Shopper mit Kirschen oder Pfirsichen im Einkaufskorb auf rund 35 %. Wer die süßen Früchte liebt, kauft sie jetzt auch viel öfter: Die Zahl der Einkaufsgänge pro Person steigt in dieser Zeit auf das Siebenfache.
Eiscreme ist der ehrlichste Hitzemesser im Supermarkt