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HHLA wächst in schwierigem Marktumfeld

Die Hamburger Hafen und Logistik AG rechnet für das aktuelle Geschäftsjahr 2026 im Teilkonzern Hafenlogistik für den Containerumschlag mit einem deutlichen Anstieg. Für den Containertransport geht der Konzern derzeit von einem starken Anstieg gegenüber dem Vorjahr aus. Für die Umsatzerlöse wird von einem starken Anstieg im Vergleich zum Jahr 2025 ausgegangen. Für den Teilkonzern Hafenlogistik wird ein operatives Betriebsergebnis (EBIT) in einer Bandbreite von 160 Euro bis 180 Mio Euro angestrebt. Auf Konzernebene wird ein starker Umsatzanstieg und ein Betriebsergebnis (EBIT) in einer Bandbreite von 175 Mio Euro bis 195 Mio Euro erwartet. Für 2026 wird von Investitionen auf der Konzernebene in einer Bandbreite von 430 bis 480 Mio Euro ausgegangen. Davon entfallen dem Konzern zufolge 400 bis 450 Mio Euro auf den Teilkonzern Hafenlogistik.

Luftaufnahme des Burchardkais in Hamburg.
© HHLA / Martin Elsen

Jeroen Eijsink, HHLA-Vorstandsvorsitzender: „Auch in einem herausfordernden Marktumfeld konnten wir 2025 ein operatives Wachstum erzielen. 2026 werden wir konsequent daran arbeiten, diese Entwicklung fortzusetzen. Dabei setzen wir auf Zuverlässigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit und bieten unseren Kunden ein integriertes Leistungsangebot – von den Seehafenterminals bis tief ins europäische Hinterland. Durch die fortschreitende Automatisierung unserer Anlagen steigern wir die Effizienz und stärken zugleich nachhaltige Prozesse, um die Leistungsfähigkeit der HHLA weiter zu erhöhen.“

Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete die HHLA trotz konjunktureller Belastungen, geopolitischer Spannungen und Unsicherheiten in der US-Handelspolitik eine positive Geschäftsentwicklung. Der Konzern-Umsatz stieg um 9,9 % auf 1.756,2 Mio Euro (im Vorjahr: 1.598,3 Mio Euro). Das Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich um 19,5 % auf 160,5 Mio Euro (im Vorjahr: 134,3 Mio Euro). Stark belastet durch steuerliche Einmaleffekte belief sich der Konzern-Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter auf 9,8 Mio Euro (im Vorjahr: 32,5 Mio Euro). Der konzernweite Containerumschlag stieg gegenüber dem Vorjahr um 5,4 % auf 6.295 Tsd. Standardcontainer (TEU) (im Vorjahr: 5.970 Tsd. TEU). Das Transportvolumen im Segment Intermodal erhöhte sich um 10,9 % auf 1.982 Tsd. TEU (im Vorjahr: 1.787 Tsd. TEU).

Teilkonzern Hafenlogistik: Geschäftsentwicklung 2025

Im börsennotierten Teilkonzern Hafenlogistik stiegen die Umsatzerlöse um 10,1 % auf 1.718,8 Mio Euro (im Vorjahr: 1.561,7 Mio Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Jahresvergleich um 22,8 % auf 144,7 Mio Euro (im Vorjahr: 117,8 Mio Euro). Die operative Geschäftsentwicklung 2025 war insgesamt von einer positiven Mengenentwicklung im Umschlag und im Transport gekennzeichnet, die sich trotz Abschwächung im zweiten Halbjahr durch zunehmende weltwirtschaftliche Unsicherheiten und anhaltende Lieferkettenstörungen bei zugleich weitreichenden Umbaumaßnahmen zur Automatisierung der Hamburger Anlagen im laufenden Betrieb insgesamt stabil entwickelte. Demgegenüber ist der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter stark durch steuerliche Einmaleffekte – im Wesentlichen Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern – belastet und beläuft sich auf 1,1 Mio Euro (im Vorjahr: 23,0 Mio Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je A-Aktie von 0,02 Euro (im Vorjahr: 0,32 Euro).

Im Segment Container stieg der Containerumschlag an den Seehafenterminals der HHLA im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % auf 6.295 Tsd. Standardcontainer (TEU) (im Vorjahr: 5.970 Tsd. TEU). An den Hamburger Containerterminals konnte der Umschlag um 4,8 % auf 5.956 Tsd. TEU zulegen (im Vorjahr: 5.686 Tsd. TEU). Während die Mengen der Überseeverkehre mit dem Fahrtgebiet Nordamerika stark zurückgingen, nahmen die Umschlagmengen der Fahrtgebiete Fernost – insbesondere China – sowie Südamerika, Afrika, Australien und Mittlerer Osten zu. Deutlich erhöhte Ladungsmengen wurden zudem im Verkehr mit anderen europäischen Hochseehäfen erzielt, vor allem aus dem Vereinigten Königreich, Belgien, Spanien und den Niederlanden. Ursache hierfür sind weiterhin bestehende Routenverlagerungen infolge des militärischen Konflikts im Roten Meer.

Die Mengen der Zubringerverkehre (Feeder) legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zu. Neben den stark gestiegenen finnischen Verkehren verzeichnete der Containerumschlag mit Polen sowie anderen deutschen Häfen einen starken Anstieg. Gegenläufig entwickelten sich hingegen die Ladungsmengen aus Estland, Lettland und dem Vereinigten Königreich. Die Feederquote am wasserseitigen Umschlag lag bei 19,6 % (im Vorjahr: 19,4 %).

Die internationalen Containerterminals verzeichneten währenddessen einen starken Anstieg des Umschlagvolumens von 19,2 % auf 339 Tsd. TEU (im Vorjahr: 284 Tsd. TEU). Dies ist neben geplanten Mengenzuwächsen bei HHLA PLT Italy auf die seit dem dritten Quartal 2024 erfolgte, eingeschränkte Wiederaufnahme des wasserseitigen Umschlags am Container Terminal Odessa (CTO) zurückzuführen. Im Jahr 2024 war der Betrieb im ersten Halbjahr vollständig ausgesetzt. Die wasserseitigen Umschlagvolumen am Multifunktionsterminal HHLA TK Estonia nahmen hingegen geringfügig ab.

Die Umsatzerlöse des Segments stiegen im Geschäftsjahr deutlich um 9,0 % auf 843,2 Mio Euro (im Vorjahr: 773,3 Mio Euro). Maßgeblich hierfür waren im Wesentlichen die höhere Umschlagmenge sowie die vorteilhaften Verschiebungen im Modalsplit. Darüber hinaus leisteten die internationalen Containerterminals einen positiven Beitrag zur Umsatzentwicklung. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 6,4 % auf 73,9 Mio Euro (im Vorjahr: 78,7 Mio Euro). Belastend wirkten insbesondere der tarifbedingt gestiegene Personalaufwand sowie der zusätzliche Einsatz von Personal infolge der positiven Mengenentwicklung und der höheren Auslastung. Die EBIT-Marge lag mit 8,7 % um 1,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahr (im Vorjahr: 10,2 %).

Im Segment Intermodal stieg der Containertransport insgesamt um 10,9 % auf 1.982 Tsd. TEU (im Vorjahr: 1.787 Tsd. TEU). Die Bahntransporte nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 % auf 1.719 Tsd. TEU zu (im Vorjahr: 1.545 Tsd. TEU). Zum starken Mengenanstieg trugen insbesondere die Verkehre mit den norddeutschen Seehäfen sowie die Verkehre im deutschsprachigen Raum bei. Zudem waren im Vorjahr die Transportmengen der Roland Spedition erst ab Juni enthalten. Die Straßentransporte verzeichneten einen deutlichen Anstieg um 8,7 % auf 263 Tsd. TEU (im Vorjahr: 242 Tsd. TEU). Insbesondere die Erholung der Transporte im Raum Hamburg trug zu dieser Entwicklung bei.

Die Umsatzerlöse lagen mit 797,0 Mio Euro um 12,0 % über dem Vorjahreswert (im Vorjahr: 711,3 Mio Euro) und entwickelten sich damit stärker als die Transportmenge. Gründe hierfür waren u. a. erforderliche Preisanpassungen sowie der weitere Anstieg des Bahnanteils am Gesamtaufkommen der Intermodaltransporte der HHLA von 86,5 % auf 86,7 %.

Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich im Mitteilungszeitraum auf 103,7 Mio Euro (im Vorjahr: 83,7 Mio Euro) und stieg somit um 23,9 %. Die EBIT-Marge stieg um 1,2 Prozentpunkte auf 13,0 % (im Vorjahr: 11,8 %). Ursächlich für die starke EBIT-Entwicklung war im Wesentlichen der Anstieg der Transportmenge. Belastend wirkten dagegen weiterhin operative Probleme durch Baustellen auf wesentlichen Transportstrecken und die hohe Auslastung in den norddeutschen Seehäfen.