von Inga Detleffsen 2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Gute Ernte, unsichere Märkte: Fruitimprese blickt auf Sommerobst-Saison und Exportrisiken

Der italienische Branchenverband Fruitimprese hat am 14. Juli in Rom gemeinsam mit dem italienischen Landwirtschaftsministerium eine Initiative zur Förderung des Sommerobst-Konsums veranstaltet, ein "Fest des Sommerobstes". 

Mitarbeitende von Fruitimprese und dem Landwirtschaftsministerium MASAF bei der Sommerobstverkostung
Mitarbeitende von Fruitimprese und dem Landwirtschaftsministerium MASAF beim "Sommerobstfest".
© Fruitimprese

Mitarbeitende konnten Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen, Wassermelonen und Melonen aus italienischer Produktion verkosten – auch erste Trauben aus Apulien und Sizilien kamen auf den Tisch. 

Es seien genau diese Veranstaltungen, welche die Zusammenarbeit förderten, erklärte Fruitimprese-Präsident Marco Salvi, und zwar sowohl zwischen Unternehmen als auch zwischen Menschen, die sich tagtäglich für die italienische Landwirtschaft und den Konsum von Obst und Gemüse einsetzten.

Für die laufende Kampagne zog Salvi eine insgesamt positive Zwischenbilanz für die geernteten Mengen. 

Die Kirschensaison neige sich mit „Licht und Schatten“ dem Ende zu, wobei im Norden Italiens bessere Ergebnisse erzielt wurden als im süditalienischen Apulien. 

Die Steinobst-Ernte sei aktuell in vollem Gange, derzeit gehe man von einem Mengenzuwachs i.H.v. 5 % bis 10 % aus. „Wir erwarten, dass der Markt angemessen reagiert“, betonte er, auch angesichts der für den Monat Juli weiterhin erwarteten hohen Temperaturen, die auch den Konsum von Zucker- und Wassermelonen ankurbelten.

Bei Trauben hoffte Salvi nach einem nicht zufriedenstellenden Vorjahr, dass sich die bisher „idealen“ Vorzeichen für die diesjährige Kampagne in den nächsten „entscheidenden“ Monaten bestätigten. Die Qualität der Produktion, die immer stärker auf kernlose Sorten setze, sei ausgezeichnet.

Krisen gefährden Absatzmärkte

Sorgen bereiten laut Salvi hingegen die internationalen Krisen, die in diesen Tagen zu einer erneuten Schließung der Straße von Hormus geführt hätten. „Eine Verschärfung der Spannungen würde unsere Apfel- und Kiwi-Exporte in die arabischen und asiatischen Märkte gefährden, gerade jetzt, wo wir – nachdem wir den südafrikanischen Markt für italienische Trauben erschlossen haben – grünes Licht für den Export von Kiwis nach Vietnam erhalten haben“, kommentierte der Fruitimprese-Präsident.

Man müsse die Absatzmärkte notwendigerweise diversifizieren, betonte Salvi abschließend. Das Mercosur-Abkommen biete eine Alternative, ebenso die von US-Präsident Trump zumindest vorübergehend gesenkten Zölle auf italienische Kiwis. In diesem Rahmen setze man auf die für November geplante Reise von Kommissar Hansen, um mit dem Export von Äpfeln nach Mexiko zu beginnen.