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Global Coalition of Fresh Produce will Charta für gute Transportpraktiken entwickeln

Gemeinsam mit Branchenakteuren will die Global Coalition eigenen Angaben zufolge die „Charta für gute Transportpraktiken für eine effiziente und faire Logistik von Frischwaren“ erörtern.

Containerschiff in stürmischer See
© m.mphoto/AdobeStock

Sechs Jahre, nachdem die Covid-19-Pandemie die globalen Lieferketten erschüttert hat, sieht sich die Frischwarenbranche weiterhin mit systemischen Schwankungen konfrontiert: sich verändernde Handelsströme, geopolitische Schocks und unvorhersehbare regulatorische Rahmenbedingungen, so die Koalition. 

Verschiedene Rundtischgespräche, die seit Anfang 2025 von der Global Coalition organisiert wurden, hätten gezeigt, dass ein dringender Bedarf an mehr Transparenz und Vorhersehbarkeit in der Seelogistik für frisches Obst und Gemüse bestehe. Eine gemeinsame Sprache, klare und stabile Preise, faire Vertragsbedingungen und transparente Leistungsbedingungen seien eine Voraussetzung für nachhaltige, widerstandsfähige Lieferketten, die diese schwierigen Zeiten überstehen können.

Greg Palmer, Vizepräsident für Handel und Marktentwicklung bei der Canadian Produce Marketing Association (CPMA) und Vorsitzender der Global Coalition, sagte: „Die Global Coalition of Fresh Produce bringt die Diskussion auf die nächste Stufe. Wir laden alle an den Lieferketten für Frischprodukte beteiligten Akteure ein, gemeinsam mit uns eine Charta für gute Transportpraktiken zu erarbeiten – ein grundlegendes, strukturelles Regelwerk gemeinsamer Prinzipien und Leitlinien, das das Verhalten und die Prozesse entlang der gesamten maritimen Logistikkette untermauert, lenkt und unterstützt.“

Ein erster Entwurf der Charta, der auf den zentralen Prinzipien Zusammenarbeit, Transparenz und Fairness basiert, steht allen interessierten Akteuren hier zur Verfügung. Die Einhaltung der Grundsätze der Charta sei vollkommen freiwillig. Dennoch hat die Charta laut Palmer das Potenzial, die globalen Lieferketten für Frischprodukte zu verändern. Er sagte: „Durch die Schaffung einer gemeinsamen Sprache wird das Rahmenwerk beginnen, Silos aufzubrechen und Maßnahmen auf das gemeinsame Ziel effizienter und widerstandsfähiger globaler Logistikkette auszurichten, mit weniger Abfall und fairer Vergütung für alle.“

Alle Akteure in den globalen Lieferketten für Frischprodukte sind zu einer Diskussion über den Charta-Entwurf am 3. September (14 Uhr bis 15.30 Uhr), auf der ASIA FRUIT LOGISTICA in Hongkong eingeladen. Interessierte können sich hier anmelden.