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E-Commerce-Studie 2026: Kundenbindung wichtiger als Umsatzsteigerung

Die GWS Gesellschaft für Warenwirtschafts-Systeme mbH aus Münster hat gemeinsam mit den Foundry-Fachmedien CIO, CSO und ‚Computerwoche‘ eine Studie zur aktuellen und zukünftigen Nutzung von E-Commerce im Jahr 2026 durchgeführt.

Ein Finger berührt eine rote Taste auf einer Tastatur
© momius – AdobeStock

Grundlage ist eine Online-Umfrage unter 106 Unternehmen aus Handel, Produktion und Dienstleistung, die zwischen November und Dezember 2025 teilgenommen haben. Für 56 % der Befragten, überwiegend Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten, steht der Auf- und Ausbau langfristiger Kundenbeziehungen im Mittelpunkt ihrer E-Commerce-Aktivitäten. Die Umsatzsteigerung spielt mit 37 % eine nachgeordnete Rolle. Im Dezember 2025 nutzten 37 % der befragten Unternehmen E-Commerce. Mehr als die Hälfte plant die Einführung einer entsprechenden Lösung innerhalb von ein bis drei Jahren. Gleichzeitig sind 85 % mit ihrer eingesetzten Lösung zufrieden bis sehr zufrieden.

Technische Herausforderungen, steigende Anforderungen

Als größte Hürden nennen die Unternehmen die technische Komplexität (31 %), IT-Sicherheitsprobleme (22 %) und fehlende Skalierbarkeit (21 %). Während im B2C-Handel insbesondere die unzureichende Performance (40 %) problematisch ist, sieht der B2B-Handel vor allem die ERP-Integration (29 %) als Herausforderung. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an Flexibilität, Anpassbarkeit und Skalierbarkeit (48 %), technische Leistungsfähigkeit (41 %) sowie Benutzerfreundlichkeit (36 %). Bei konkreten Funktionen stehen Kundenkonten und Rollenmodelle mit 47 % an erster Stelle. 87 % der Unternehmen passen ihre E-Commerce-Lösungen in unterschiedlichem Umfang an. Am häufigsten besteht Bedarf an einer stärkeren branchenspezifischen Anpassung (37 %). In der Produktion liegt dieser Anteil sogar bei 54 %. Zudem verzichten kleinere Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten fast doppelt so häufig auf Anpassungen wie größere Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten.
Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass E-Commerce zunehmend als strategisches Instrument zur Kundenbindung eingesetzt wird. Gleichzeitig bleiben technische Anforderungen, Sicherheit, Skalierbarkeit und branchenspezifische Anpassungsmöglichkeiten entscheidende Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung.