Besonders hoch war der Anteil in Dänemark, Deutschland, der Slowakei, Lettland, Tschechien und Österreich, wo jeweils mehr als 90 % der Betriebe ans Internet angeschlossen waren.
Digitale Farm-Management-Systeme, die Betriebsabläufe unterstützen, wurden EU-weit von rund 11 % der Betriebe genutzt. Frankreich nimmt hierbei mit einer Verbreitungsrate von etwa 60 % eine Spitzenposition ein. Deutlich geringer fiel dagegen der Einsatz von Robotik aus: Maschinen, die ohne direkte menschliche Steuerung arbeiten, kamen lediglich auf rund 7 % der Betriebe zum Einsatz.
Präzisionslandwirtschaft gewinnt hingegen zunehmend an Bedeutung. Im Jahr 2023 nutzten rund 18 % der landwirtschaftlichen Betriebe mit bewirtschafteter Fläche mindestens eine entsprechende Technologie oder Methode. Dazu zählen unter anderem Robotik für den Pflanzenschutz, Bandspritzverfahren, teilflächenspezifische Ausbringung von Betriebsmitteln sowie die präzise Überwachung von Kulturen und Bodenanalysen. Diese Betriebe bewirtschafteten zusammen rund 44 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche (UAA) der Europäischen Union.
Auch beim Einsatz von Präzisionslandwirtschaft zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Den höchsten Anteil an landwirtschaftlicher Nutzfläche, die mit entsprechenden Technologien bewirtschaftet wird, verzeichneten Luxemburg, Finnland und Estland mit jeweils mehr als 75 %. Am unteren Ende der Skala lagen Zypern mit rund 1 % sowie Griechenland und Rumänien mit Anteilen zwischen 10 und 15 %.