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Deutschland/Japan: Protokollerklärung zum Handelsausbau mit landwirtschaftlichen Produkten unterzeichnet

Deutschland und Japan wollen ihre konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Agrar- und Ernährungsbereich weiter vertiefen, so das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).

Gruppe von Menschen in einer Gesprächssituation am Tisch
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (l.) und sein japanischer Amtskollege Norikazu Suzuki
© BMLEH

Nach einem bilateralen Gespräch unterzeichneten Alois Rainer, Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, und sein japanischer Amtskollege, Norikazu Suzuki, gleich am ersten Tag seiner Asienreise (15. Juni) in Tokio eine entsprechende Protokollerklärung. 

Bundesminister Alois Rainer erklärte dazu in Tokio: „Geopolitische Spannungen, der Druck auf die Lieferketten, unsichere Märkte und der Klimawandel sind Herausforderungen, denen sich Japan und Deutschland stellen müssen. Umso wichtiger sind in diesen Zeiten die engen Beziehungen beider Länder. Japan hat einen Selbstversorgungsgrad von 38 %. Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben auch in Japan mit gestiegenen Lebensmittelpreise zu kämpfen.“ 

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise ist an Tag zwei der Besuch eines japanischen Krisenvorsorge- und Notfallmanagements. Japan verfügt aufgrund seiner Erfahrungen mit Naturkatastrophen über umfassende Strukturen zur Vorbereitung auf Krisenlagen und zur Sicherung der Versorgung der Bevölkerung. Daneben besucht der Minister das „Microalgae Lab“ der CHITOSE Group. Dort informiert er sich über das internationale Matsuri-Projekt, das den Aufbau einer großskaligen Mikroalgenwirtschaft vorantreibt. Mikroalgen gelten als vielversprechende Ressource für die Herstellung von Lebensmitteln, Futtermitteln, biobasierten Rohstoffen und nachhaltigen Energieträgern. Die Nutzung aquatischer Biomasse eröffnet neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Bioökonomie und kann einen wichtigen Beitrag zu Ressourcenschonung, Wertschöpfung und technologischer Innovation leisten.

Im Anschluss an seinen Aufenthalt in Japan reist der Bundesminister weiter nach China. Dort wird er sich ebenfalls mit seinem Amtskollegen zu bilateralen Gesprächen treffen. Der Minister wird auf seiner Reise von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet.