2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Deutschland und Türkei wollen Agrarhandel ausbauen

Deutschland und die Türkei wollen im Agrar- und Lebensmittelsektor künftig enger zusammenarbeiten und ihre partnerschaftlichen Handelsbeziehungen ausbauen. Eine entsprechende Absichtserklärung haben Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und sein türkischer Amtskollege Ibrahim Yumakli jetzt in Ankara unterzeichnet.

Gewächshäuser in der Türkei
Ein Blick auf Gewächshäuser in der Türkei.
© FH-Magazin

In der Vereinbarung geht es um die Beseitigung von Handelshemmnissen bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Lebensmitteln, Agrartechnologien und entsprechenden Dienstleistungen. Geplant sind außerdem ein konstruktiver Austausch von Fachwissen einschließlich einer vertieften Zusammenarbeit in der Agrarforschung sowie eine stärkere Kooperation in den Bereichen Pflanzengesundheit und Veterinärmedizin.

Agrarpolitischer Lenkungsausschuss soll wieder aufleben

Darüber hinaus wurde vereinbart, den deutsch-türkischen agrarpolitischen Lenkungsausschuss wieder aufleben zu lassen. In Zukunft wollen sich die Staatssekretäre beider Länder jährlich im Wechsel in Deutschland oder der Türkei wieder zu aktuellen agrarpolitischen Themen austauschen und bilaterale Kooperationen anstoßen. Der Lenkungsausschuss hatte 2019 zum vorerst letzten Mal getagt.

Rainer war als erster deutscher Landwirtschaftsminister seit zehn Jahren in die Türkei gereist. Er sprach von einem „Neustart mit der Türkei im Agrarhandel“. Von einer vertieften Zusammenarbeit erhofft er sich neuen Schub für deutsche Agrar- und Ernährungsexporte – „ganz im Sinne unserer Agrarexportstrategie“.

Wichtiger Partner

Die Türkei ist laut Angaben von Rainer für Deutschland ein wichtiger Lieferant landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Aprikosen, Nüssen und Tomaten. Gleichzeitig biete der türkische Markt großes Wachstumspotenzial für deutsche Agrar- und Ernährungserzeugnisse sowie für innovative Agrartechnik und Maschinen zur Verarbeitung und Verpackung. AgE