Damit waren 28 % der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft saisonal beschäftigt. Binnen zehn Jahren ist der Anteil langsam, aber kontinuierlich gesunken: Bei der Agrarstrukturerhebung 2013 hatte er noch bei 31 % gelegen.
Im Vergleich zu den übrigen Arbeitskräften in der Landwirtschaft ist der Frauenanteil unter den Saisonarbeitskräften vergleichsweise hoch: Zuletzt waren 44 % der Saisonarbeitskräfte weiblich. Bei den Familienarbeitskräften und ständig Beschäftigten lag der Anteil bei jeweils 32 %.
In Hamburg und Rheinland-Pfalz waren den Statistikern zufolge anteilig die meisten Saisonarbeitskräfte im Einsatz: Dort wurde jeweils knapp die Hälfte (49 %) aller landwirtschaftlichen Arbeitskräfte saisonal beschäftigt. Auch in Brandenburg (33 %), Nordrhein-Westfalen (32 %), Niedersachen (31 %) und Baden-Württemberg (31 %) lag der Anteil der Saisonarbeitskräfte über dem Bundesdurchschnitt. Am niedrigsten war deren Anteil im Saarland (9 %) sowie in den Stadtstaaten Bremen (9 %) und Berlin (8 %).
Die Unterschiede beim Einsatz von Saisonarbeitskräften zwischen den Bundesländern hängen Destatis zufolge u.a. mit dem dort verbreiteten Anbau von Gemüse und Dauerkulturen zusammen. So ist der hohe Anteil in Rheinland-Pfalz etwa vorwiegend durch den Schwerpunkt im Weinanbau zu erklären, während in Hamburg besonders Äpfel und in Brandenburg Spargel im Fokus stehen.