Diese Zahl übertrifft Frutas de Chile zufolge die ursprünglichen Schätzungen der Branche, die bei 255.000 t lagen, und bestätige, dass der im vorangegangenen Zyklus beobachtete Aufwärtstrend kein Zufall war, sondern die Konsolidierung einer wesentlich solideren und technisierten Produktionsbasis.
Hinter diesen Zahlen, die sich in effizienteren Anbauflächen niederschlagen, verbirgt sich ein Paradigmenwechsel in der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung. Laut den vom Avocado-Verband vorgelegten Branchenanalysen liege der Schlüssel zu diesem Erfolg in klimatischen Faktoren, die die Entwicklung der Frucht günstig begünstigten, in entschlossenen Investitionen in technologische Hilfsmittel und in einer äußerst präzisen agronomischen Bewirtschaftung.
Die aktuellen Praktiken der Branche konzentrieren sich stark auf die Optimierung der Ressourcen, mit dem Ziel, qualitativ hochwertige Früchte mit garantierter Rückverfolgbarkeit und unter strengen Nachhaltigkeitsparametern zu produzieren und so einen deutlich höheren Ertrag pro Hektar zu erzielen.
40 Zielmärkte - Europa auf Platz eins
Von der geernteten Menge wurden 61 % ins Ausland verschifft, was 160.500 t entspricht, die auf rund 40 Zielmärkte verteilt wurden. Europa festigte erneut seine Position als Hauptmarkt und nahm 99.011 t auf, was 61,7 % der weltweiten Exporte entspricht. An zweiter Stelle steht Lateinamerika, das mit etwas mehr als 41.400 t 25,8 % der Exporte auf sich vereinte, gefolgt von Asien mit 10 % und Nordamerika mit einem geringen Anteil von 2,5 %. Hervorzuheben sei, dass die chilenische Avocado im Inland über einen großen Markt verfüge, der während der Saison rund 104.500 t aufnahm.
Bei Paltas de Chile blicke man auf diesen Saisonabschluss mit Optimismus, aber auch mit einem strategischen Blick auf die Zukunft. „Eine Saison mit 265.000 t abzuschließen, ist eine sehr gute Nachricht für die Branche, denn dies bestätigt, dass es dem Sektor gelungen ist, ein bedeutendes Volumen zu konsolidieren, selbst bei geringerer Anbaufläche. Dieses Ergebnis zeugt daher von einem Sektor, der es verstanden hat, sich anzupassen, Technologien einzuführen und seine Bewirtschaftungspraktiken zu verbessern, um mehr und besser zu produzieren“, erklärte der Vorsitzende des Verbandes, Francisco Contardo.
Er fügte hinzu: „Chile verfügt über eine Avocado, die für ihre Qualität, ihren Geschmack, ihre Rückverfolgbarkeit und ihre hohen landwirtschaftlichen Standards bekannt ist. Diese Positionierung hat es uns ermöglicht, eine solide Präsenz auf anspruchsvollen Märkten wie Europa zu bewahren, in Lateinamerika weiter zu wachsen und neue Möglichkeiten in Märkten zu erschließen, in denen chilenische Avocados zunehmend geschätzt werden.“