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Castellón: Brandschäden im Agrarsektor vorläufig auf rund 40 Millionen Euro geschätzt

Der Ende Juli wütende Großbrand in der Provinz Castellón hat laut einer ersten Notfallschätzung der valencianischen Agrarorganisation AVA-ASAJA Schäden im Agrarsektor in Höhe von 35 bis 40 Mio Euro verursacht.

Castellón Brandschäden 2026
© Ava-Asaja

Die von den Flammen betroffene Fläche im landwirtschaftlichen Bereich – Ackerbau- und Viehzuchtbetriebe, Bienenstöcke, Gewächshäuser, landwirtschaftliche Infrastrukturen usw. – umfasst mehr als 2.000 ha, sowohl in den Gebieten in der Nähe der verbrannten Wälder als auch entlang zahlreicher Schluchten, die wie Feuerbrücken agierten.

Nach Bereichen schätzt die Organisation die Kosten für verlorene  Baumbestände und Wiederaufforstung, sowie den entgangenen Gewinn für die Dauer der  notwendigen Jahre,  um das ursprüngliche Produktionsniveau wiederherzustellen, auf 18 Mio Euro. Am stärksten betroffen sind Citruskulturen, Oliven-, Mandel-, Johannisbrot und Avocadobäume sowie Hausgärten. Die geschätzten Verluste der aktuellen Produktion und die der zukünftigen Kampagnen belaufen sich auf 10 Mio Euro.

In Bezug auf Infrastrukturen – Gewächshäuser für Blumen, Zierpflanzen und Gemüse, Geräteschuppen, Bewässerungsbecken und -leitungen, Zäune usw. – werden Schäden in Höhe von 9 Mio Euro prognostiziert. Die Bereiche Viehzucht und Imkerei könnten Verluste in Höhe von 3 Mio erleiden sowie Probleme aufgrund von Stress der Tiere, Weideverlusten und negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt.

Der Brand hat zudem Schäden an Häusern, Fahrzeugen und Maschinen verursacht und die Existenzgrundlage der Landwirte und Viehbauern in dem betroffenen Gebiet beeinträchtigt. Darüber hinaus konnten die Erzeuger inmitten in der Hitzewelle nicht die an den Brand angrenzenden Felder betreten, um die für das ordnungsgemäße Wachstum der Kulturen notwendigen Arbeiten wie Bewässerung oder Pflanzenschutzmaßnahmen durchzuführen

AVA-ASAJA fordert die Behörden erneut auf, ihre Agrar- und Waldbrandpräventionspolitik zu ändern, wobei der Schwerpunkt auf der Aufhebung von GAP-Vorschriften liegt, die eine übermäßige Ansammlung von brennbarem Material begünstigen, sowie auf der Aufhebung von Beschränkungen für den Zugang von Vieh in die Wälder und andere administrativen Auflagen; eine aktive Waldbewirtschaftung mit ausreichenden finanziellen Mitteln, um die Vegetation durch mechanische Mittel – einschließlich landwirtschaftlicher Maschinen – sowie durch extensive Weidehaltung zu reduzieren; und Fördermaßnahmen zur Gewährleistung einer angemessenen und nachhaltigen Rentabilität der landwirtschaftlichen Betriebe, die dazu beitragen, die ländliche Bevölkerung zu halten und Waldbrände einzudämmen.