Unter anderem untersucht Epamig, ob sich Beerenobst wie Brombeeren, Himbeeren und Heidelbeeren für den Anbau in der Region eignet. Nach Angaben der Forscher gehört die Zona da Mata bislang nicht zu den traditionellen Anbaugebieten für diese Kulturen. In Versuchen werden deshalb verschiedene Sorten hinsichtlich Ertrag, Qualität, Nachernteeigenschaften und ihrer Anpassungsfähigkeit an die regionalen Klimabedingungen bewertet. Besonders Brombeeren gelten aufgrund vergleichsweise geringer Investitionskosten und guter Vermarktungsmöglichkeiten als interessante Einkommensalternative für landwirtschaftliche Betriebe. Wie Portal MG weiter berichtet, beschäftigt sich ein weiteres Forschungsprojekt mit der Wiederverwendung von Wasser aus der Fischzucht für die Bewässerung von Bananensetzlingen. Ziel ist es, die Auswirkungen auf Wachstum und Entwicklung der Pflanzen zu untersuchen und den Ressourceneinsatz auf den Betrieben zu verbessern.
Auch im Passionsfruchtanbau laufen Forschungsarbeiten. Dabei werden neue Hybriden der Gelben Passionsfrucht auf ihre Produktivität und Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten geprüft. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen später auch in Schulungen für Erzeuger und Berater einfließen.
Im Zitrusanbau setzt Epamig laut Portal MG auf multispektrale Sensortechnik. Mithilfe dieser Technologie sollen Kombinationen von Unterlagen und Edelsorten identifiziert werden, die besser mit Trockenheit und hohen Temperaturen zurechtkommen. Dadurch soll die Widerstandsfähigkeit der Zitrusproduktion gegenüber klimatischen Belastungen gestärkt werden.
Neben den Forschungsarbeiten plant die Einrichtung den Aufbau von Demonstrationsflächen und Technologie-Schaufenstern im Obstbauzentrum der Zona da Mata. Dort sollen Erzeuger künftig neue Kulturen und Anbauverfahren unter Praxisbedingungen kennenlernen können. Die Projekte werden von der Forschungsförderorganisation Fapemig unterstützt. Ziel ist es, den Obstbau in Minas Gerais breiter aufzustellen und den Wissenstransfer in die Praxis zu stärken.