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Brasilien: Biologische Schädlingskontrolle nimmt zu

Laut dem brasilianischen Landwirtschaftsministerium (Ministério da Agricultura e Pecuária, Mapa) steigt die Zahl der registrierten biologischen Produkte seit Jahren deutlich. Auch der Branchenverband Abrafrutas weist darauf hin, dass biologische Verfahren im Obstsektor stetig an Bedeutung gewinnen. 

Reife Melone wächst am Boden zwischen grünen Blättern und Stängeln auf brauner Erde
© Michael Schotten/Fruchthandel Magazin

Das zeige, dass Produzenten verstärkt nach Lösungen suchen, die weniger umweltbelastend seien und eine höhere Stabilität gegenüber Störungen böten. Rückenwind erhalte der Sektor auch durch politische Unterstützung. Seit 2020 fördert der „Nationale Plan für Bioinputs“ der brasilianischen Regierung Forschung, Innovation und Produktion biologischer Mittel. Brasilien hat sich so zu einer internationalen Referenz entwickelt, insbesondere dank seiner leistungsfähigen inländischen Produktion mikrobieller Wirkstoffe, die kostengünstig und optimal an tropische Bedingungen angepasst sind. Abrafrutas betont in diesem Zusammenhang die wachsende Bedeutung lokaler Biofabriken und Genossenschaften, die die Verfügbarkeit und Effizienz biologischer Lösungen weiter erhöhen.
Trotz deutlicher Fortschritte bleiben Herausforderungen bestehen. Dazu gehören technische Schulungen für Anwender, Anpassungen gesetzlicher Rahmenbedingungen, eine fachgerechte Lagerung der Produkte sowie die reibungslose Integration in bestehende Betriebsabläufe. Der Trend zeigt laut Abrafrutas jedoch klar, dass die biologische Schädlingskontrolle in Brasilien weiter an Bedeutung gewinnen wird.