Das Förderprogramm wird im Rahmen des Masterplans Ladeinfrastruktur umgesetzt, an dessen Mitwirkung der BGL maßgeblich beteiligt war. Eine flächendeckend leistungsfähige Ladeinfrastruktur stelle die Grundvoraussetzung für den Umstieg auf batterieelektrische Lkw dar, heißt es in einer Mitteilung des BGL. Besonders positiv bewertet der BGL, dass neben Ladepunkten im Depot auch notwendige Netzanschlüsse, Batteriespeicher sowie Lastmanagementsysteme förderfähig sind. Dieser praxisnahe Ansatz trage den realen Anforderungen der Unternehmen Rechnung und erhöht die Umsetzbarkeit der Investitionen deutlich.
Der Programmstart sei zudem ein wichtiger und lange geforderter Schritt. Gleichzeitig sei jedoch klar, dass weitere Maßnahmen folgen müssten, um den Markthochlauf nachhaltig zu unterstützen. Dazu zählen insbesondere eine KMU-gerechte Kaufprämie für Fahrzeuge, eine verlässliche Strompreissicherheit, eine tragfähige und praxistaugliche Mehrgewichtskompensation sowie die konsequente Förderung alternativer Kraftstoffe.
Entscheidend sei jetzt die Planungssicherheit für die Unternehmen. Um Investitionsentscheidungen verlässlich vorbereiten zu können und sogenannte „pro forma Anträge“ zu vermeiden, wäre es aus BGL-Sicht wichtig, baldmöglichst den Zeitpunkt des nächsten Förderaufrufs bekanntzugeben.
Darüber hinaus erwartet der BGL eine schnelle und unbürokratische Projektabwicklung durch den Projektträger Jülich (PTJ). Nur wenn Bewilligung und Auszahlung zügig erfolgen, könne sichergestellt werden, dass die bereitgestellten Fördermittel rasch wirksam werden und die Transformation im Güterverkehr tatsächlich Fahrt aufnimmt.
BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt: „Wir danken allen Beteiligten – insbesondere Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder – für die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten für diese bislang überzeugendste Fördermaßnahme zur Errichtung einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur! Sie ist ein wichtiger Impuls für die Transformation des Straßengüterverkehrs. Jetzt kommt alles auf eine zügige und pragmatische Umsetzung an.“