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Bergregion Piura beginnt mit Produktions-Diversifizierung mit Hass-Avocados

Die Bezirksverwaltung von Santo Domingo in der Provinz Morropón Chulucanas (Piura) hat in strategischer Zusammenarbeit mit Agromercado-Midagri und der Provinzverwaltung ein ehrgeiziges öffentliches Investitionsprojekt zur Einführung des Anbaus von Hass-Avocados gestartet, berichtet agraria.pe.

ganze und aufgeschnittene Avocado
© flydragon/AdobeStock

Das Projekt, das mit einem Budget von 1,3 Mio Soles ausgestattet ist, das von der Bezirksgemeinde selbst finanziert wird, sieht die Anlage von 20 ha dieser Kultur vor, von der etwa 125 Kleinbauern, die derzeit bereits Plantagen mit einheimischen Sorten besitzen, direkt profitieren werden.

Wie Juan Castillo Ocaña, Leiter der Regionalniederlassung Piura von Agromercado, erklärte, besteht eine der wichtigsten Strategien zur Gewährleistung der Produktivität und Qualität der Früchte darin, den Landwirten gepfropfte Setzlinge der Sorte Hass zu liefern, die zertifiziert sind und in spezialisierten Baumschulen produziert werden. Darüber hinaus umfasse das Projekt umfassende technische Unterstützung in den Bereichen Produktionssysteme, Vereinigungen, Unternehmensführung, Finanzen und Handel, um so die Vermarktung der Ernte sowohl auf dem nationalen als auch auf dem internationalen Markt sicherzustellen.

Castillo Ocaña betonte auch, dass der Anbau von Hass-Avocados in den peruanischen Bergen eine strategische Chance darstellt: Die Ernten in dieser Region fallen mit der Zeit zusammen, in der die Frucht auf den Weltmärkten am knappsten ist (Februar, März und April), was höhere Preise ermöglicht und die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Erzeuger fördert.

Seit 2018 wird die Anbaufläche in den Bergen vergrößert, um dieses Marktfenster gegenüber der traditionellen Produktion an der peruanischen Küste zu nutzen.

Der Vertreter von Agromercado betonte, dass die peruanischen Agrarexporte von Avocados das Land weiterhin als weltweit führenden Lieferanten und nach Mexiko als zweitgrößten Lieferanten auf dem nordamerikanischen Markt positionieren. Allein im Jahr 2025 erreichten die Exporte rund 690.000 t und überstiegen 1,3 Mrd US-Dollar FOB, was einem Wachstum von 38 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Europa macht 62 % der Lieferungen aus, gefolgt von Asien und den Vereinigten Staaten.

Mit Initiativen wie der in Santo Domingo wird die Rolle der Kleinproduzenten in der Wertschöpfungskette der Avocado gestärkt und der Ruf Perus als weltweit führender Exporteur dieser begehrten Frucht gefestigt.

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