Die Daten der Pflanzenschutzbehörde Senasa zeigen das niedrigste Exportniveau der vergangenen zehn Jahre und entsprechen fast der Hälfte des Volumens, das in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 verschifft wurde, als mehr als 24.800 t Äpfel exportiert wurden.
Wie in Mas Producción berichtet, ist die Hauptursache für diesen Einbruch der Exporte der starke Rückgang der Apfelproduktion im Oberen Tal von Río Negro und Neuquén, der wichtigsten Anbauregion des Landes. Nach Schätzungen der Branche ist die Ernte dieser Saison im Vergleich zur Vorjahresperiode um etwa 40 % zurückgegangen. Ursache dafür waren Frostschäden während der Blüte, gefolgt von Hagelstürmen, die die Fruchtentwicklung beeinträchtigten. Die Produktion wurde zudem dadurch beeinflusst, dass es sich um ein zweijähriges Ertragsjahr handelte.
Brasilien war im ersten Quartal erneut der Hauptabnehmer argentinischer Äpfel und nahm etwas mehr als 4.700 t oder 37 % der Gesamtexporte ab. Paraguay lag mit 3.100 t an zweiter Stelle, gefolgt von Bolivien mit 1.800 t.
„Dieses Muster bestätigt einen Trend, der sich in den vergangenen Jahren verstärkt hat: die wachsende Abhängigkeit von regionalen Märkten zulasten traditioneller, weiter entfernt gelegener Absatzmärkte“, stellte Más Producción fest.
Vor zehn Jahren war Russland nach Paraguay der zweitgrößte Markt für argentinische Äpfel, doch dieser Markt ist heute praktisch verschwunden. Brasilien hingegen hat stetig an Bedeutung gewonnen und sich als einer der wichtigsten Absatzmärkte für argentinische Äpfel etabliert.
Ein weiterer Faktor für den Rückgang der Exporte ist die wachsende Bedeutung des Binnenmarktes. Die Preise auf dem Binnenmarkt sind sowohl in Landeswährung als auch in Dollar gestiegen, was für die Erzeuger einen Anreiz darstellt, den Inlandsabsatz gegenüber dem Export zu priorisieren.
Analysten zufolge bietet der lokale Markt eine Reihe weiterer Vorteile, wie schnellere Zahlungen, geringere logistische Komplexität und niedrigere Transportkosten.
Mit Blick auf den Rest des Jahres 2026 deutet alles darauf hin, dass das Angebot begrenzt bleiben wird, was eine deutliche Erholung der Exporte behindert. Nur eine deutliche Verbesserung der internationalen Nachfrage und der Preise könnte dieses Szenario ändern.