von Betina Ernst 2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Argentinien: Schwerwiegende Auswirkungen auf Obstanbau durch Klima

Das Río Negro-Tal bietet als Obstanbaugebiet bedeutende Vorteile: strenge Winter mit ausreichender Kälteakkumulation, reichlich vorhandenes Wasser von guter Qualität und ein trockenes Klima, das dazu beiträgt, das Auftreten von Schädlingen zu reduzieren.

Frauen prüfen Äpfel im Packlager
© Betina Ernst

Allerdings ist die Region auch widrigen Wetterereignissen ausgesetzt, die sich in den vergangenen Jahren infolge des Klimawandels verstärkt haben. Dazu zählen insbesondere Hagelstürme, Hitzewellen, Spätfrost und starke Winde. In der laufenden Saison hatten diese Phänomene besonders schädliche Auswirkungen auf die Obstplantagen.

Der Sektor hatte drei relativ gute Saisons mit einem guten Produktionsniveau hinter sich. Die Bäume
litten unter dem Phänomen der Alternanz und begannen die Saison mit einer geringeren Blüte, die
durch Probleme bei der Bestäubung, mangelhafte Fruchtansatz und einen überdurchschnittlichen
Fruchtfall beeinträchtigt war. Hinzu kam ein Spätfrost, der einige Arten, insbesondere Nussfrüchte,
beeinträchtigte. Das schädlichste Ereignis war jedoch ein schwerer Hagelsturm Anfang November, von
dem etwa 2.200 ha Anbaufläche betroffen waren.

Bei allen Arten ist ein geringer Fruchtbehang zu beobachten. Am stärksten betroffen waren Nüsse
– insbesondere Mandeln und Haselnüsse – mit geschätzten Verlusten zwischen 70 % und 80 %. Es
folgten Steinfrüchte, insbesondere Kirschen, die zum Zeitpunkt des Sturms erntereif waren, weshalb
der Schaden sehr groß war. Auch Kernobst blieb nicht von Schäden verschont, wenn auch in geringerem Ausmaß. Bei Äpfeln wird ein Rückgang von 35 % bis 40 % geschätzt, während die Verluste bei Birnen zwischen 15 % und 20 % liegen.

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