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Agriplace firmiert zu Simvia um - Weiterentwicklung der Plattform

Damit wandelt sich das Unternehmen eigenen Angaben zufolge von einer Plattform für landwirtschaftliche Compliance hin zu einer Infrastruktur für hochwertige Compliance-Daten im europäischen Konsumgütersektor.

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© Simvia

Dieser Schritt spiegele einen grundlegenden Wandel im Markt wider. Unternehmen der Lebensmittel- und Konsumgüterbranche steuern Compliance nicht mehr ausschließlich über Zertifikate, Audits und fragmentierte Dokumentenanfragen. Teams aus Qualitätssicherung, Einkauf und Nachhaltigkeit stehen zunehmend vor der Aufgabe, eine wachsende Zahl zunehmend detaillierter Anforderungen in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, soziale Verantwortung, Umwelt, Verpackung und Sorgfaltspflichten zu überblicken.

Anforderungen im Zusammenhang mit lokalen Lebensmittelsicherheitsgesetzen, PPWR, EUDR sowie kommenden Sorgfaltspflichten im Rahmen der CSDDD erhöhen den Umfang, den Detailgrad und die Bedeutung von Lieferanten- und Produktdaten. Gleichzeitig setzen Einzelhändler und FMCG-Marken diese Erwartungen in operative und kommerzielle Vorgaben um und erhöhen damit die Anforderungen an Lieferanten in ganz Europa.

Für viele Unternehmen ergebe sich daraus eine zentrale Herausforderung: Wie lassen sich Lieferanten- und Produktdaten automatisiert erfassen, in einer zentralen Übersicht zusammenführen und kontinuierlich so prüfen, dass Produkte sowohl regulatorische als auch kundenspezifische Anforderungen erfüllen? Genau hier setze Simvia an.

Ursprünglich in den Niederlanden als Agriplace gegründet, unterstützte das Unternehmen zunächst Landwirte und Lieferanten bei der Verwaltung von Informationen zur Einhaltung von Anforderungen in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit. Im Laufe der Zeit erweiterte das Unternehmen seinen Fokus auf die gesamte Lebensmittelwertschöpfungskette und unterstützt heute Erzeuger, Großhändler, Verarbeiter, Eigenmarkenhersteller und führende Einzelhändler.

Heute ermögliche Simvia Unternehmen der Lebensmittel- und Konsumgüterbranche, Lieferanten-, Produkt-, Compliance- und Nachhaltigkeitsdaten über ihre Liefernetzwerke hinweg zu erfassen, zu verifizieren, zu standardisieren und zu teilen. Durch die Umwandlung fragmentierter Dokumente in strukturierte, wiederverwendbare und auditfähige Daten trage die Plattform dazu bei, den administrativen Aufwand zu reduzieren, die Transparenz zu erhöhen und das Vertrauen in die Einhaltung gesetzlicher und kommerzieller Anforderungen zu stärken.

Das Unternehmen sei überzeugt, dass die Lebensmittelbranche in eine neue Phase eintritt, in der verlässliche Daten zur zentralen Infrastruktur für verantwortungsvollen Handel werden. „Über Jahre hinweg wurde Compliance in der Lebensmittelindustrie über ein Geflecht aus E-Mails, Tabellen und ERP-Systemen organisiert – oft getrennt nach Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit, Einkauf und Lieferantenfreigabe“, sagte Nico Broersen, CEO von Simvia.

„Dieses Modell entspricht nicht mehr der Realität, mit der Unternehmen heute konfrontiert sind. Teams aus Qualitätssicherung, Einkauf und Nachhaltigkeit benötigen ein zentrales System, das ihnen hilft, die Erfassung von Lieferantendaten zu automatisieren, eine verlässliche Übersicht zu schaffen und sicherzustellen, dass Produkte kontinuierlich sowohl regulatorische als auch kundenspezifische Anforderungen erfüllen. Simvia steht genau für diese umfassendere Mission.“

Die Umfirmierung signalisiere zudem einen größeren Anspruch. Simvia baue das, was es als Vertrauensinfrastruktur für das europäische Lebensmittelsystem beschreibt: ein Netzwerk, über das verifizierte Lieferanten-, Produkt-, Compliance- und Nachhaltigkeitsdaten verlässlich vom Ursprung bis ins Regal fließen können.
Simvia unterstütze heute ein globales Netzwerk von mehr als 200.000 Lieferanten in 130 Ländern, die einen Produktwert von über 150 Mrd Euro repräsentieren. Das Unternehmen hat kürzlich seine Partnerschaften mit führenden europäischen Einzelhändlern und Markeninhabern erweitert, darunter Edeka, Lidl UK und Colruyt. Dies unterstreiche die steigende Nachfrage nach skalierbarer Compliance-, Rückverfolgbarkeits- und produktbezogener Dateninfrastruktur.

Der Name Simvia, mit der Bedeutung „gemeinsamer Weg“, unterstreiche den Fokus des Unternehmens auf Zusammenarbeit und Datenaustausch im gesamten Lebensmittel- und Konsumgüter-Ökosystem sowie die Rolle jedes einzelnen Akteurs bei der Sicherstellung verantwortungsvollen Handelns. Da Lieferketten weiter wachsen und sich regulatorische Anforderungen weiterentwickeln, wird die Fähigkeit, verlässliche Daten über das gesamte Netzwerk hinweg zu teilen, darüber entscheiden, wer künftig handlungsfähig bleibt.

Während Regulierung, Verantwortung des Einzelhandels und KI-gestützte Automatisierung den Sektor weiter verändern, ist Simvia überzeugt, dass sich die Branche von einem Modell des „periodischen Hochladens von Dokumenten“ hin zu einem Modell des „kontinuierlichen Nachweises von Compliance“ bewegt. In diesem Übergang werden vertrauenswürdige und wiederverwendbare Daten zu einer strategischen Fähigkeit für Unternehmen der Lebensmittel- und Konsumgüterbranche in ganz Europa.

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