Vor dem Hintergrund der Anforderungen der PPWR sowie eines geplanten Verpackungsrecht-Durchführungsgesetzes (VerpackDG) erweitert die ZSVR zum 1. April 2026 ihre Führungsstruktur. Damit sollen nach Angaben der Stiftung die Voraussetzungen für die Umsetzung nationaler und europäischer Vorgaben sowie für die Weiterentwicklung der bestehenden Systeme geschaffen werden.
Anpassung der Führungsstruktur
Künftig bilden Gunda Rachut und Dr. Alexander Dröge gemeinsam den Vorstand der Stiftung, wobei Rachut den Vorsitz übernimmt. Dr. Dröge soll weiterhin für die Bereiche Recht, Verwaltung und Personal zuständig sein.
Die Erweiterung der Leitungsebene stehe laut ZSVR im Zusammenhang mit steigenden Anforderungen an die rechtliche Einordnung, die sich aus dem Zusammenspiel von nationalem und europäischem Recht ergeben. „Mit der Erweiterung der Stiftungsleitung stellen wir die ZSVR strategisch und organisatorisch gezielt neu auf. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um die Anforderungen der PPWR und des VerpackDG effizient zu bewältigen“, so Gunda Rachut.
Neue Rolle für IT- und Prozessentwicklung
Im Zuge der strukturellen Anpassungen wird Franziska Safak zur Generalsekretärin berufen. Sie soll insbesondere für die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur sowie für prozessuale Fragestellungen verantwortlich sein. Nach Angaben der ZSVR bringt sie Erfahrungen aus einem dualen System sowie Kenntnisse im Bereich komplexer Systemlandschaften mit.
Europäische Harmonisierung gewinnt an Bedeutung
Mit der Anwendung der PPWR gewinnt die Abstimmung auf europäischer Ebene an Bedeutung. Die ZSVR bleibt nach eigenen Angaben weiterhin für die Überwachung der Einhaltung verpackungsrechtlicher Pflichten in Deutschland zuständig.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt laut Stiftung auf der Bekämpfung der Unterbeteiligung. Zudem verweist die ZSVR auf das von ihr initiierte Netzwerk European National Registers (EUNR), das eine koordinierte Anwendung der Regelungen im Binnenmarkt unterstützen soll.
Stärkere Fokussierung auf strategische Aufgaben
Im Zuge der Neuaufstellung soll sich Gunda Rachut verstärkt strategischen Fragestellungen sowie ihrer Rolle im europäischen Netzwerk EUNR widmen. Die ZSVR trägt damit nach eigenen Angaben der zunehmenden Bedeutung europäischer Rahmenbedingungen im Verpackungsrecht Rechnung.