Das System kombiniert diese Messdaten mit Satellitenbildern und erstellt darauf basierende, standortspezifische Bewässerungsempfehlungen. Zusätzlich erhalten die Nutzer eine aktuelle Zehn-Tage-Prognose. Ziel ist es, durch den Einsatz von Daten effizienter zu bewässern und bessere Ernteergebnisse zu erzielen. Doch funktioniert das auch in der Praxis? Agurotech beauftragte die Vrije Universiteit Amsterdam mit einer Untersuchung. In der Studie wurden Bodenfeuchtewerte und Bruttoerträge auf mehr als 100 Feldern ausgewertet, zudem befragten die Wissenschaftler über 40 Landwirte zu ihren Erfahrungen mit dem System.
Die Ergebnisse lassen sich klar zusammenfassen: Je besser die Bodenfeuchte reguliert ist, desto höher fallen die Erträge aus. Außerdem zeigte sich, dass ein konstantes Management der Bodenfeuchte über die gesamte Saison hinweg ebenfalls zu höheren Erträgen führt.
Alle befragten Landwirte nutzen die App regelmäßig, um ihre Daten zu überprüfen. 80 % gaben an, großes Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Sensoren zu haben – dennoch gehen sie ohne Ausnahme weiterhin ins Feld, um die Situation vor Ort selbst zu kontrollieren. Planjyan hält dies für völlig nachvollziehbar: Vertrauen in neue Technologien brauche Zeit, zudem gebe es zahlreiche Faktoren, die ohnehin direkt im Feld geprüft werden müssten.
Mehr Sicherheit bei täglichen Entscheidungen
84 % der Befragten erklärten, dass intelligentes Wassermanagement ihre Bewässerung effizienter gemacht habe. 61 % berichteten, sie bewässerten mit dem System weniger, 23 % dagegen mehr. Fast 60 % freuten sich darüber, dass das Risiko von zu nassen oder zu trockenen Feldern gesunken sei. Angesichts der Vielzahl an Entscheidungen, die Landwirte täglich treffen müssen, ist dies vielleicht einer der wichtigsten Effekte: der Zugewinn an Sicherheit. 94 % gaben an, dass ihnen die Messdaten helfen, Bewässerungsentscheidungen leichter oder mit größerem Vertrauen zu treffen.