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Welche globalen Faktoren das Traubenangebot beeinflussen

Der Markt für Trauben wechselt aktuell von einem Überangebot in eine Phase der Knappheit. Neben einem Herkunftswechsel führen zusätzlich höhere Logistikkosten, längere Transitzeiten und geringere Erntemengen aus Chile sowie Monsunschäden in Indien zu weiterer Verknappung. 

Trauben
© Vincenzo De Bernardo/AdobeStock

Vor allem die Situation bei hellen, kernlosen Tafelrauben hat sich nach wochenlangem Preisdruck deutlich verbessert. Die Saison in Südafrika ist beendet. Indien schließt zwar als Lieferant an, allerdings ist die Produktion durch den diesjährigen Monsun erheblich beeinträchtigt. Die Ernteausfälle werden auf 30 % – 40 % geschätzt. Hinzu kommt die von Jahr zu Jahr steigende Inlandsnachfrage. Entsprechend hoch liegen die Preisforderungen ab Station. Zusätzlich steigen die Kosten pro Container, und durch den Iran-Konflikt verlängert sich der Transit um rund zehn Tage. Ergänzend gibt es kleine Ankünfte aus Chile, die sich in der kommenden Woche auf erste nennenswerte Mengen steigern dürften. Aktuell wurde aber auch in Chile die Ernteschätzung nach unten korrigiert. Bei roten, kernlosen Sorten ist Südafrika dagegen weiterhin lieferbar. Die letzten Verladungen werden Europa Mitte/Ende April erreichen. Auch hier wird in absehbarer Zeit mit einem Rückgang der hohen Angebotsmengen gerechnet – derzeit hält der Preisdruck jedoch noch an.

In Kombination mit der anhaltend hohen Werbefrequenz in den Supermärkten und Discountern wird auch für rote, kernlose Trauben in absehbarer Zeit eine entspanntere Marktlage erwartet. In der aktuellen Woche (KW 13) werden Trauben 35-mal in Werbungen aufgegriffen. Die Aktionspreise liegen überwiegend zwischen 1,29 Euro/500 g und 1,69 Euro/500 g, wobei 1,29 Euro die Ausnahme darstellen. Eingereiht mit 1,69 Euro/500 g sind erstmals indische Trauben in einer bundesweiten Aktion sowie Zufuhren aus Chile. Anfang März ist die Nachfrage nach Tafeltrauben parallel zum frühlingshaften Wetter zurückgegangen. Mit den anschließend niedrigeren Temperaturen hat sich der Absatz jedoch wieder erholt. Die Käuferreichweite ist um zwei Prozentpunkte gestiegen. AMI