Laut dem UCAB ist die Durchschnittstemperatur in der Ukraine in den vergangenen 30 Jahren um 1,2 °C gestiegen. Für eine optimale Entwicklung des Getreides seien jährlich etwa 700 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter erforderlich, aber die tatsächliche Menge sei oft niedriger, was sich negativ auf die Erträge auswirke.
Hinzu komme der schlechte Zustand der Wasserinfrastruktur, so der UCAB. Seit Beginn des russischen Angriffs habe der Gegner systematisch die Wasserversorgung ins Visier genommen. Mittlerweile habe die Ukraine etwa ein Drittel ihrer Wasserressourcen verloren. Das bekannteste Beispiel sei die Zerstörung des Kachowka-Staudamms, wodurch etwa 10 % aller Wasserressourcen der Landwirtschaft verloren gegangen seien.
Hohe Ernteausfälle
Durch den Wegfall des Staudamms sind laut UCAB die Bewässerungssysteme auf einer Fläche von 750.000 ha ausgefallen. Die Ukraine passe sich jedoch den veränderten Bedingungen an, so der UCAB. Die Landwirte setzten Strategien für ein effektives Wassermanagement um. Den Rahmen dafür bilde die Wasserstrategie 2050, die den Weg vorgebe, um die Wasserressourcen des Landes nachhaltig zu bewirtschaften, zu schützen und wiederherzustellen. Das übergeordnete Ziel dieser Strategie sei die Anpassung des ukrainischen Wassersektors an die EU-Vorgaben, insbesondere die Wasserrahmenrichtlinie. AgE