2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Südafrika: Tafeltraubensaison könnte früher beginnen

Die südafrikanische Tafeltraubenbranche bereitet sich auf einen früheren Start der Exportsaison vor. Wie die Branchenorganisation South African Table Grape Industry (SATI) in ihrer ersten Ernteschätzung für 2026/27 mitteilt, wird eine stabile Ernte erwartet, deren Umfang ausreichen dürfte, um die Marktnachfrage zu decken.

Mehrere große, grüne Traubenbüschel hängen an einem dicken Weinstock mit grünen Blättern im Hintergrund.
© Louise Brodie

Die vorläufige landesweite Schätzung liegt bei 78,4 Mio Kartons à 4,5 kg, die voraussichtlich für den Export kontrolliert werden. Die geschätzte Spanne reicht von 76,8 bis rund 79,9 Mio. Kartons. In der Vorsaison wurden 81,3 Mio Kartons kontrolliert. Damit liegt die aktuelle Prognose leicht über dem Fünfjahresdurchschnitt von 77,5 Mio Kartons.

Nach Einschätzung von SATI entsprechen die prognostizierten Mengen der fünf Anbauregionen weitgehend den jeweiligen regionalen Fünfjahresdurchschnitten. Beim Durchschnitt für Orange River wurde die Saison 2022/23 wegen der Auswirkungen ungünstiger Wetterbedingungen auf die Ernte nicht berücksichtigt. „Eine gute Wasserverfügbarkeit und ausreichende Füllstände der Stauseen bilden eine positive Grundlage für die bevorstehende Saison. Gleichzeitig haben wärmere Wetterbedingungen zu einer früheren Entwicklung der Trauben beigetragen. Aktuell deutet sich an, dass die Saison etwa zehn bis 14 Tage früher beginnen könnte als in den vergangenen Jahren“, erklärte Alwyn Dippenaar, Vorsitzender von SATI.

Nach den jüngsten Niederschlägen waren die Stauseen in den wichtigsten Tafeltraubenanbauregionen Ende September im Durchschnitt zu rund 82 % gefüllt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 85 %. Die landesweite Tafeltraubenanbaufläche hat sich laut SATI weiter stabilisiert. Sie ging 2026 geringfügig um weniger als 0,5 % auf 19.434 ha zurück. „Die vorläufige Schätzung zeigt, dass Südafrika gut aufgestellt ist, um eine qualitativ hochwertige Ernte in ausreichenden Mengen zu liefern und damit die Anforderungen unserer internationalen Märkte zu erfüllen“, sagte Mecia Petersen, CEO von SATI.

SATI werde weiterhin eng mit Erzeugern, Exporteuren, Logistikdienstleistern, Häfen und anderen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten, erklärte Petersen. Ziel sei es, während der gesamten Saison einen effizienten Transport der Früchte zu ermöglichen und sicherzustellen, dass die Ernte 2026/27 während des Exportzeitraums kontinuierlich die Märkte erreiche.
Die erste Ernteschätzung berücksichtigt verschiedene Faktoren, darunter die vorherrschenden Wetterbedingungen und die Produktionsentwicklung. Die Zahlen können im Verlauf der Saison bei Bedarf angepasst werden.