Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre nahm die Strauchbeerenernte 2025 um 13,3 % zu. Es handelt sich um die größte Erntemenge seit Beginn der Erhebung im Jahr 2012.
Die wichtigste Strauchbeerenart blieb auch 2025 die Kulturheidelbeere. Auf 3 450 ha, was rund 38 % der gesamten Strauchbeerenfläche entspricht, wurden 17.300 t geerntet. Das waren 14,4 % mehr als im Vorjahr. Auf Platz zwei folgten Rote und Weiße Johannisbeeren mit 9.300 t, ein Plus von 37,3 %. Die Ernte von Himbeeren sank dagegen um 11,1 % auf 6.200 t, während Schwarze Johannisbeeren mit 5.900 t einen starken Zuwachs von 107,4 % verzeichneten.
Geschützter Anbau gewinnt an Bedeutung
Auch der Anbau in Gewächshäusern und unter begehbaren Schutzabdeckungen gewann weiter an Bedeutung. Die entsprechende Fläche stieg 2025 um 2,6 % auf 590 ha. Die dort erzeugte Erntemenge ging jedoch leicht um 2,8 % auf knapp 6.500 t zurück. Vor allem Himbeeren werden geschützt angebaut und nahmen 77,4 % dieser Flächen ein. Mit 450 ha blieb die geschützte Himbeerfläche gegenüber 2024 nahezu unverändert.
Der ökologische Strauchbeerenanbau machte 2025 knapp ein Drittel der gesamten Anbaufläche aus. Auf 2.900 ha wurden rund 6.000 t Beeren ökologisch erzeugt, was einem Anteil von 13 % an der Gesamternte entspricht. Gegenüber 2024 stieg die ökologische Erntemenge um 43,5 %, obwohl die Fläche leicht zurückging. Wichtigste Kulturart im Öko-Anbau war die Aroniabeere mit 870 ha, gefolgt von Kulturheidelbeeren mit 590 ha. Die größte ökologische Erntemenge entfiel mit gut 1.800 t auf Kulturheidelbeeren.