Spanischer O+G-Export 2025: kleinere Mengen bei höherem Umsatz
Der spanische Export von frischem Obst und Gemüse sank 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 4 % im Volumen auf insgesamt 12 Mio t und stieg im Wert um denselben Prozentsatz auf 18,666 Mrd Euro.
Europa war mit einem Anteil von 97 % Hauptabsatzmarkt. Auf der anderen Seite stiegen die Importe mengenmäßig um 3 % und wertmäßig um 8 %. Die Außenhandelsbilanz des O+G-Sektors wird eines der Themen sein, die auf der Fepex-Versammlung Ende Februar in Valencia diskutiert werden.
Weniger exportiert wurde hauptsächlich Gemüse. Erreicht wurden 5,3 Mio t (-7 %) im Wert von 8,167 Mrd Euro (+0,4 %). Besonders hervorzuheben ist der Rückgang bei Produkten von großer sektoraler und sozialer Bedeutung wie Tomaten, deren Absatz um 15 % auf insgesamt 581.361 t und der Wert um 5 % auf 1,052 Mrd Euro zurückging. Salat verzeichnete mit 740.258 t ein Minus von 4 % während sich der Umsatz mit 954 Mio Euro stabilisierte. Kohl erreichte ein Volumen von 515.530 t (-2 %) und einen Wert von 771 Mio Euro (-2 %).
Der Obstexport verzeichnete mit 6,6 Mio t im Vorjahresvergleich mengenmäßig einen leichten Rückgang von 1 % während der Umsatz bei 10,499 Mrd Euro lag. Nach Citrus, dem weiterhin am meisten ausgeführten Produkt, lagen Wassermelonen mit der positiven Bilanz von 820.611 t (+3 %) und 604 Mio Euro (+8 %). Hervorzuheben auch Steinobst, wenn auch mit kleineren Mengen aber mit höherem Umsatz. Nektarinen erzielten 332.831 t (-2 %) und 577 Mio Euro (+16 %) oder Paraguayas 185.142 t (-9,5 %) und 349 Mio Euro (+10 %). Erdbeeren waren auch 2025 mit 265.182 t (+1 %) und 871 Mio Euro (+8 %) eines der meist exportierten Obstsorten.
Nach spanischen Anbaugebieten liegt Andalusien mit 3,9 Mio t (33 % der spanischen Gesamtmenge) und 7,145 Mrd Euro an erster Stelle. Es folgten das Land Valencia mit 3,3 Mio t (28 %) und 4,790 Mrd Euro, Murcia mit 2,3 Mio t (20 %) und 3,489 Mrd Euro und Katalonien mit 978,584 t und 1,391 Mrd Euro.
Mit einem Volumen von 10 Mio t ist die EU der Hauptabsatzmarkt und repräsentiert 84 % der gesamten Exportmenge. Dieser Anteil steigt auf 97 % wenn man Großbritannien und andere europäische Länder wie Norwegen und die Schweiz hinzurechnet. Das würde die Gesamtmenge auf 11,7 Mio t erhöhen.
Dies zeigt die Bedeutung Europas für Spanien angesichts der rückläufigen Exporte in Länder außerhalb der EU, in die 316.772 t geliefert wurden, 14 % weniger als 2024.
Der Wert der spanischen Exporte in die EU belief sich auf 15,249 Mrd Euro, was 82 % der Gesamtexporte entspricht, und würde in Betracht auf den gesamten europäischen Kontinent auf 18,188 Mrd Euro steigen. Die Ausfuhren außerhalb Europas erreichten nur 478 Mio (-11 %).
Auf der anderen Seite erreichten die spanischen O+G-Importe in 2025 4,7 Mio t und 5,477 Mrd Euro. Das ist im Vorjahresvergleich ein Zuwachs von 3 % bzw. 8 %. Von der Gesamtmenge entfielen 2,4 Mio t (+5 %) und 3,849 Mrd Euro auf frisches Obst und 2,3 Mio t (+0,5 %) und 1,628 Mrd Euro (+0,5 %) auf Gemüse. (Daten: Zoll- und Verbrauchsteuerbehörde des spanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Unternehmen und von FEPEX verarbeitet.)
Der Rückgang des Exportvolumens von frischem O+G in 2025 ist laut FEPEX auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter insbesondere die gestiegenen Produktionskosten und die sinkende Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Drittländern. Die Unterschiede zwischen den phytosanitären, arbeitsrechtlichen und sozialen Vorschriften, die die EG-Verordnungen von den Erzeugern in der Gemeinschaft verlangen, die jedoch in den Drittländern, aus denen die Importe stammen, nicht erforderlich sind, führen zu Wettbewerbsnachteilen. Andererseits zeigt die Konzentration der Exporte in die EU wie wichtig die von der EU geförderten Maßnahmen für den Sektor sind. FEPEX fordert daher eine Politik der Handelsabkommen mit Drittländern, die Gegenseitigkeitsmaßnahmen und eine GAP umfasst, die die Bedeutung der O+G-Erzeugerorganisationen mit ausreichenden Ressourcen aufrechterhält und den EU-Produktionen Vorrang einräumt.