2 Min Lesezeit X Facebook LinkedIn

Kultur-Speisepilze aus deutschem Anbau: wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit

Frische Speisepilze wie Champignons, Austern- oder Shiitakepilze werden in Deutschland ganzjährig erzeugt. Das bedeutet, Verbraucher können sie das ganze Jahr über aus heimischem Anbau kaufen, so das Grüne Medienhaus.

zwei Frauen mit Pilzen am Point of Sale
© GMH/BDC

Wer zu Pilzen aus der Region greift, wählt nicht nur Frische und Geschmack. Es ist auch eine klare Entscheidung für Nachhaltigkeit und ein wichtiger Beitrag zur Sicherstellung der heimischen Lebensmittelerzeugung in Krisenzeiten.

Pilze sind sehr empfindlich und müssen während des Transportes gekühlt werden. Je schneller sie also auf den Teller kommen, desto besser bleiben Aroma, Konsistenz und Nährstoffe erhalten. Das bedeutet umgekehrt: Je länger der Weg vom Erzeuger bis zum Verbraucher, desto höher sind die Verluste an wertvollen Inhaltsstoffen und desto größer die CO2-Emissionen aufgrund des Transportes.

Der große Vorteil regional erzeugter Pilze sind die kurzen Transportwege. In der Regel legen Champignons, Austern- oder Shiitakepilze aus der Region unter 100 km bis 200 km vom Produktionsbetrieb zum Großhandel oder Handel zurück. Bei regionaler Vermarktung etwa auf dem Wochenmarkt oft deutlich weniger, meist nur 30 km bis 100 km.

Ganz anders sieht es bei importierten Speisepilzen aus. Viele Pilze in deutschen Supermärkten stammen aus Polen oder Ungarn. Sie haben häufig 600 km bis über 1.000 km und teilweise mehrere Tage Transport in gekühlten Lkw hinter sich. Das koste Energie, belaste das Klima und gehe zulasten der Frische.

Regionale Pilzerzeugung sei jedoch weit mehr als gut für die Frische und das Klima. Sie leiste auch einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Lebensmittelerzeugung in Deutschland. Gerade in Krisenzeiten – wie Pandemien, extremen Wetterlagen oder bei politischen Spannungen – können internationale Lieferketten sehr anfällig sein. Produktionsbetriebe mit regionaler Vermarktung seien weniger abhängig von geschlossenen Grenzen, steigenden Transportkosten oder Lieferausfällen. Wer Pilze aus heimischer Erzeugung kaufe, stärke somit die deutschen Pilzproduzenten und die Versorgungssicherheit – und trage insgesamt dazu bei, dass unser Ernährungssystem widerstandsfähiger ist. Auch soziale und wirtschaftliche Aspekte spielen eine Rolle. Regionale Betriebe schaffen Arbeitsplätze vor Ort, investieren in moderne, oft besonders ressourcenschonende Produktionsverfahren und halten die Wertschöpfung in der Region.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher gilt daher: Ein Blick auf die Herkunft lohnt sich. Pilze aus der Region stehen für Frische, Klimaschutz und eine auch zukünftig stabile Lebensmittelversorgung. Wer regional kauft, genießt nicht nur bessere Qualität, sondern übernimmt auch Verantwortung – für Umwelt, Landwirtschaft, die eigene sowie die Zukunft der kommenden Generationen.

  • Pilze
  • Deutschland