Demnach wiesen von den insgesamt 16.228 untersuchten Proben genau die Hälfte keine Rückstände auf. Im Vorjahr hatte der Vergleichswert bei rund 39 % gelegen. Rückstände oberhalb der festgelegten Höchstgehalte wurden laut dem BVL 2024 in 2,2 % der Proben gefunden, gegenüber 2,7 % im Vorjahr. In den einzelnen Lebensmittelgruppen gab es unterschiedliche Ergebnisse. Besonders wenig belastet waren Lebensmittel tierischen Ursprungs. Auch Getreide, verarbeitete pflanzliche Lebensmittel und Säuglingsnahrung schlossen besser ab als der Durchschnitt aller Proben. In der Kategorie Obst und Gemüse waren hingegen 58 % der Proben mit Rückständen belastet, wobei die jeweils festgelegten Höchstgehalte bei 2,5 % der Proben übertroffen wurden.
„Die Sorte selbst und die Herkunft des Erzeugnisses sind entscheidende Faktoren“, erklärte BVL-Präsidentin Prof. Gaby-Fleur Böl. Beispielsweise seien in Spargel nur in einem kleinen Anteil an Proben überhaupt Rückstände von Pflanzenschutzmitteln quantifiziert worden. Bei Grapefruits oder Kirschen habe man hingegen in den meisten Proben Rückstände festgestellt. Auch die Herkunft der Produkte spielt laut Böl ein Rolle. Während bei 1 % der beprobten Erzeugnisse aus Deutschland und bei 1,5 % der Proben aus anderen EU-Staaten Überschreitungen der geltenden Rückstandshöchstgehalte aufgetreten seien, lie-ge dieser Anteil bei Erzeugnissen aus Drittstaaten bei 6,7 %; das waren allerdings 1,8 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. AgE