Die Mehrheit der Wildbienen niste im Boden in selbst gegrabenen Gängen. Die Bedeutung dieser Tiere für die Bestäubung der Kulturen und einen gesunden Boden sei groß. Viele dieser Arten seien jedoch bedroht. Der Schutz wird erschwert, weil wenig über ihre Nistplatzanforderungen bekannt ist – vor allem, da Nester schwer zu finden sind und effiziente Monitoringmethoden fehlen.
Per Drohne Wildbienennester aufspüren
Eine vielversprechende Lösung sei die automatisierte Erkennung von Bodenhügeln, den sogenannten Tumuli, die auf Nester hinweisen. Eine Möglichkeit dazu seien drohnenbasierte Bildaufnahmen in Kombination mit modernen Analyse-Tools . In einer Pilotstudie haben Agroscope-Fachleute die Machbarkeit getestet, Drohnenbilder mit Deep Learning zu analysieren, um Tumuli von Bienen von anderen Bodenstrukturen (z.B. Regenwurmhäufchen) zu unterscheiden. Auf einer 120 m² großen Fläche mit einer dichten Population von Feldweg-Schmalbienen (Lasioglossum malachurum) erzielte das Modell eine hohe Genauigkeit.
Weitere Studien für andere Arten und Lebensräume nötig
Die Studie zeige das Potenzial dieser Methode für ein effizienteres Monitoring von bodennistenden Bienen. Zukünftige Arbeiten sollten die Übertragbarkeit auf andere Lebensräume und Arten prüfen sowie alternative Ansätze wie Bildsegmentierung untersuchen, um auch weniger deutliche Tumuli oder stark überlappende Strukturen zu erfassen.