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Konjunktur unter Druck: Institute senken Wachstumserwartung spürbar

Führende Wirtschaftsinstitute haben ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft deutlich nach unten korrigiert haben. Wie ZDFheute berichtet, werde für das Jahr 2026 nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,6 % erwartet. Im Herbst zuvor seien die Institute noch von 1,3 % ausgegangen. Als ein wesentlicher Grund für die Anpassung werden gestiegene Energiepreise im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt genannt.

Frachtflugzeug mit der Aufschrift 'CARGO' hebt über gestapelten weißen Kühlcontainern mit blauen Kühlaggregaten ab, blauer Himmel mit Wolken
© Artinun/AdobeStock

Gleichzeitig könne eine Ausweitung staatlicher Ausgaben – insbesondere für Verteidigung und Infrastruktur – einen stärkeren wirtschaftlichen Abschwung abmildern, wie es unter anderem vom ifo Institut eingeschätzt werde. Davon könnten insbesondere die Verteidigungsindustrie und der Tiefbau profitieren. Die Institute rechnen zudem mit einer höheren Inflation, die den privaten Konsum und damit die wirtschaftliche Entwicklung bremsen dürfte. Für das laufende Jahr wird eine Inflationsrate von durchschnittlich 2,8 % prognostiziert. Auch aktuelle Daten deuten auf steigende Preise hin, vor allem im Energiebereich.

Darüber hinaus habe sich die Konsumstimmung zuletzt eingetrübt. Gleichzeitig belasten internationale Entwicklungen die exportorientierte deutsche Wirtschaft, etwa durch neue Zölle der USA auf deutsche Waren. Auch am Arbeitsmarkt werde keine Entspannung erwartet: Die Arbeitslosenquote könnte 2026 auf 6,4 % steigen. Parallel dazu gehe die Zahl der ausgeschriebenen Stellen zurück, was auf eine schwächere Nachfrage nach Arbeitskräften hindeute.

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