Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat die Einrichtung Anzeige gegen unbekannt erstattet und die Frucht auch schon ersetzt. Zum Glück scheint die Schale verantwortungsbewusst entsorgt worden zu sein, von Personenschäden war nichts zu lesen.
Dass Kunst vergänglich ist, trifft vermutlich auf kein anderes Stück so sehr zu, wie auf diese Banane. Hier liegt es schon in der Natur der Sache, dass ihre Wirkungsdauer zeitlich sehr begrenzt ist. Bereits mehrfach musste die teure und provokative Frucht des Konzeptkünstlers dran glauben. Allerdings nicht nur, weil sie ihr natürliches Ende erreicht hatte, sondern auch, weil sie als Snack endete. Die Süddeutsche spricht von drei Vorfällen.
Obwohl es erfreulich ist, dass Menschen für Zwischenmahlzeiten zu Obst greifen - der Respekt vor der Kunst und Dingen, die einem nicht gehören, sollte dabei nicht verloren gehen. Auch, wenn die „verbotene Frucht“ in so greifbarer Nähe (in 1,72 m Höhe) vor einem klebt und man dafür z.B. als „erster Künstler, der die Kunst eines anderen Künstlers gegessen hat“ bekannt wird.
Übrigens: 2024 aß der Unternehmer Justin Sun die Banane, nachdem er sie für 5,2 Mio US-Dollar gekauft hatte. Zugegeben, wer eine solche Summe für Kunst ausgeben kann, den stören vermutlich auch steigende Lebensmittelpreise nicht. Zum Glück für die Verbraucher ist die Banane (noch?) nicht zu einem solchen Luxusprodukt mutiert, auch wenn die Preise für Lebensmittel seit 2020 stark gestiegen sind und im Durchschnitt etwa 30 % über dem Niveau von 2021 liegen.
Vielleicht rückt diese Geschichte die Banane auch wieder mehr in den Fokus der Verbraucher. Unterhaltsame Memes in den Sozialen Medien lassen bestimmt nicht lange auf sich warten. Und vielleicht greift der LEH diesen Vorfall am PoS auf. Wenn eine bekannte Unternehmensgruppe dazu aufruft, das „Muuh!“ zu finden, könnte die Obstabteilung ja einen Finderlohn für die gestohlene Banane anbieten. Einziger Haken an der Sache: Das Phantombild von Dienstag sieht Donnerstag schon wieder ganz anders aus. Möglichkeiten gibt es genug, man muss nur zugreifen ...