Im Jahr 2025 wurden rund 20.000 Standardcontainer (TEU) per Bahn vom Hamburger Depot am Altenwerder Damm ins Hinterland transportiert. Nach Angaben von HCCR setzt sich diese Entwicklung 2026 fort. Kunden nutzen das Depot unter anderem, um größere Mengen an Leercontainern zu bündeln und auf Ganzzüge zu verladen.
Grundlage für den Ausbau des Bahnverkehrs ist die Reaktivierung eines zuvor stillgelegten Gleisanschlusses auf dem HCCR-Gelände. Das Unternehmen nahm das Gleis 2015 wieder in Betrieb; 2022 wurde eine umfassende Sanierung abgeschlossen. Seither ist das Umschlagvolumen auf der Schiene nach Unternehmensangaben kontinuierlich gestiegen. Auf der Anlage können heute Ganzzüge mit einer Länge von bis zu 720 m und 100 Containern gleichzeitig abgefertigt werden. Dadurch können größere Mengen an Leercontainern gebündelt transportiert und Lkw-Fahrten reduziert werden.
„Mit der Verlagerung von Leercontainertransporten auf die Schiene entlasten wir den Straßenverkehr im Hamburger Hafen und auf den deutschen Autobahnen. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen und stärken die nachhaltige Anbindung des Hamburger Hafens an sein Hinterland“, sagt HCCR-Geschäftsführer Jens Gutsch.
Die Bahntransporte erfolgen im Auftrag von Reedereien, Speditionen und Containerleasinggesellschaften. Zielorte sind vor allem Süddeutschland und Österreich. Dort werden die geprüften und reparierten Leercontainer unter anderem von Unternehmen der Automobilindustrie und deren Zulieferern für den Export genutzt. Die anschließend beladenen Container gelangen über den Hamburger Hafen auf Seeschiffe und werden von dort weitertransportiert.
Mit dem Ausbau der Bahntransporte verlagert HCCR einen Teil der Leercontainerverkehre von der Straße auf die Schiene. Zugleich erweitert das Unternehmen damit die Schienenanbindung seines Hamburger Depots an das Hinterland.