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DRV begrüßt Fortschritte bei Agrarexportstrategie

Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hat begrüßt, dass das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) die Arbeiten an einer Agrarexportstrategie fortsetzt. Wie DRV-Präsident Franz-Josef Holzenkamp gegenüber AGRA Europe erklärte, sei es positiv, dass Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer den Dialog mit der Praxis suche. 

Birnen und Äpfel werden nebeneinander präsentiert.
© FH-Magazin

Union und SPD hatten die Entwicklung einer solchen Strategie im Koalitionsvertrag vereinbart, Rainer hatte deren baldige Vorlage mehrfach angekündigt. Holzenkamp betonte die Bedeutung des Außenhandels für die Branche: Rund ein Drittel der Wertschöpfung der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft werde im Drittlandexport erzielt – das entspricht etwa 18 Mrd Euro jährlich und sichere rund 1,2 Mio Arbeitsplätze. Angesichts eines Agraraußenhandelsdefizits von über 17 Mrd Euro sieht der DRV dringenden Handlungsbedarf, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und neue Absatzmärkte zu erschließen.

Von der Exportstrategie erwartet der Verband keine zusätzlichen finanziellen Förderungen, sondern eine „zielorientierte Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft“ für fairen und regelbasierten Handel. Dafür seien ausreichend Personalressourcen auf Bundes- und Landesebene sowie in Auslandsvertretungen notwendig. Zudem fordert der DRV bessere Rahmenbedingungen für exportorientierte Unternehmen und den Abbau bürokratischer Hürden. Nachhaltigkeitsanforderungen sollten international harmonisiert werden.

Auch der Deutsche Agrarhandel (DAH) sprach sich für „praxisgerechte Regulierungen“ aus, insbesondere im Hinblick auf die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), den CO₂-Grenzausgleich (CBAM) und Außenhandelsverfahren. „Von einer starken Exportstrategie profitieren nicht nur Betriebe und Beschäftigte, sondern die gesamte deutsche Ernährungswirtschaft“, sagte DAH-Präsident Rainer Schuler.  AgE