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Chilenische Kirschen: Weniger Volumen, aber breiter aufgestellt

Die chilenische Kirschsaison 2025/26 geht mit einem geringeren Exportvolumen, aber einer deutlich diversifizierteren Angebotsstruktur in die Schlussphase. Laut einem Marktbericht von Expordata/Frutas de Chile und Decofrut beliefen sich die Exporte bis Woche 4/2026 auf 568.300 t bzw. 113,7 Mio 5-kg-Kisten. 

Kirschen werden auf einem Band transportiert und auf ihre Qualität hin überprüft.
© FH-Magazin, ms

Das entspricht einem Rückgang von 8 % gegenüber dem Vorjahr. Das geringere Angebot kann den Druck auf die Zielmärkte reduzieren und die Lagerbestände entlasten, garantiert jedoch keine besseren Preise. Entscheidend bleiben Timing, Logistik und Qualität, da temporäre Marktsättigung, uneinheitliche Kaliber oder Qualitätsprobleme die Erlöse weiterhin belasten können. Positiv fällt die fortschreitende Diversifizierung der Absatzmärkte ins Gewicht. Der Anteil des Fernen Ostens sank von 95 % auf 91 %, während Nordamerika von 3 % auf 5 % zulegte, wie aus einem Bericht von ‚Diario Frutiocola‘ hervorgeht. Auch Europa, Lateinamerika und der Nahe Osten gewannen demnach an Bedeutung. Auf Länderebene verringerten China und Hongkong ihren Anteil von 92 % auf 87 %. Zudem verzeichneten Taiwan und Korea deutliche Zuwächse. In der Dynamik zeigt sich dies besonders klar: Während China-HK ein Minus von 12 % aufweist, wachsen die Exporte in die USA um 43 %, nach Taiwan sogar um 99 %. Parallel verschiebt sich das Sortenspektrum. Lapins bleibt mit 37 % Marktanteil führend, gefolgt von Santina mit 31 %, beide jedoch mit Rückgängen gegenüber dem Vorjahr. Gewinnerin ist Regina, die um 24 % zulegt und nun 18 % Anteil erreicht. Bing und Kordia verlieren stark an Bedeutung. 
 

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